Krisen-Airline Air Berlin fliegt weniger Passagiere

BERLIN (awp international) - Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin hat im Dezember weniger Passagiere befördert und ist mit schwächer ausgelasteten Maschinen geflogen als im Vorjahr. Im Vergleich zum Dezember 2015 habe sich die Auslastung um 1,5 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent verringert, teilte Deutschlands zweitgrösste Fluglinie am Donnerstag mit. Die Zahl der Fluggäste sank im Jahresvergleich trotz eines steigenden Angebots um 1,3 Prozent auf 1,6 Millionen.
05.01.2017 10:04

Im Gesamtjahr lag die Auslastung der Maschinen knapp über dem Vorjahreswert bei 84,3 Prozent. Gleichzeitig wurden mit knapp 29 Millionen Fluggästen aber 4,4 Prozent weniger Passagiere befördert als im Vorjahr. Das hochverschuldete Unternehmen kämpft derzeit um seine Existenz und hatte im Herbst seine Aufspaltung angekündigt.

Eine zentrale Rolle bei den Zerschlagungsplänen fällt der Lufthansa zu. 38 Airbus -Mittelstreckenjets von Air Berlin sollen für die Lufthansa-Töchter Eurowings und Austrian Airlines abheben. Zudem wollen Lufthansa und Air Berlins arabische Grossaktionärin Etihad eigene Flüge unter der Flugnummer ihrer Partnerin vermarkten. Neben der Mietvereinbarung mit der Lufthansa will sich Air Berlin von ihrem Touristik-Geschäft samt der österreichischen Tochter Niki trennen./she/men/stb

(AWP)

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