KTM Industries-CEO will Streubesitz erhöhen, dabei aber die Mehrheit behalten

Zürich (awp) - Die österreichische Fahrzeuggruppe KTM Industries geht am Montag - wie am vergangenen Freitag angekündigt - an die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange und macht sie zu ihrer Hauptbörse. Dabei ist im ersten Quartal 2017 geplant, den Streubesitz über eine Privatplatzierung zu erhöhen. CEO und Grossaktionär Stefan Pierer will dabei jedoch die Mehrheit behalten, wie er im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe vom 12.11.) erklärt. Pierer Industrie hält heute 75% der KTM Industries-Aktien.
13.11.2016 16:01

Die Verlegung der Erstkotierung von Wien nach Zürich sei unter anderem auf die grössere Anzahl an Schweizer Investoren, Institutionellen und Family Offices bei KTM zurückzuführen. "Zudem ist es meine Absicht, als Hauptaktionär die Handelsliquidität der Aktien mit einer prospektfreien Privatplatzierung zu erhöhen", so Pierer weiter.

"Um Schweizer und internationale institutionelle Investoren anzusprechen, scheint mir Zürich als zweitgrösste europäische Börse der richtige Ort zu sein." Das gelte umso mehr, als KTM in der Schweiz auch bekannt und quasi mit Deutschland und Österreich der Heimmarkt von KTM sei. KTM bleibt an der Wiener Börse kotiert, da ein Weggang schwierig umzusetzen wäre. KTM wechsle in Wien aber in die Unterliga.

KTM Industries biete eine Story mit profitablen Wachstum, die nicht nur auf dem Papier stehe, sondern über zwei Jahrzehnte auch historisch belegt sei, wirbt Pierer für ein Investment. "Mit KTM und seit drei Jahren mit Husqvarna haben wir zwei attraktive Marken mit guten Wachstumsperspektiven. Dabei setzen wir - ähnlich wie die Automobilindustrie - auf eine Plattformstrategie, um Synergien zu nutzen."

mk

(AWP)