Kudelski-CEO rechnet für 2020 mit Break-even im Cybersecurity-Geschäft

sur-Lausanne (awp) - Der Verschlüsselungstechniker Kudelski setzt in den kommenden Jahren stark auf das Wachstum im Cybersecurity-Geschäft. Zwar ist das Geschäft derzeit noch defizitär, doch soll es in drei Jahren die Gewinnschwelle erreichen und zu einem Pfeiler der Gruppe werden. Im Augenblick aber belasten die Investitionen in dieses Segment aber noch die Profitabilität der gesamten Gruppe, wie CEO André Kudelski gegenüber AWP erklärte.
12.06.2017 13:07

Der Markt für Cyber-Sicherheit wachse jährlich schätzungsweise mehrere Dutzende von Milliarden USD, führte Kudelski im Gespräch am Sitz der Gesellschaft weiter aus. Das Geschäft, das derzeit in der grössten Division DTV (Verschlüsselung von TV-Inhalten) integriert ist, entwickle sich stark mit einem Umsatz, der die Schwelle von 100 Mio USD überschritten habe, führte der CEO weiter aus. DTV erzielte im vergangenen Jahr Einnahmen in der Höhe von rund 700 Mio USD.

Derzeit würden die Investitionen in diesen Geschäftsbereich aber noch die Profitabilität der Gruppe belasten. So im vergangenen aber auch noch im laufenden Jahr. Im kommenden Jahr dürfte sich die Situation jedoch aufhellen; und die Gruppe visiere bis 2020 in diesem Geschäft schwarze Zahlen an, führte der Unternehmens-Chef weiter aus.

Im vergangenen Jahr steigerte die Gruppe das Betriebsergebnis um 20,4% auf 97,8 Mio CHF. Für dieses Jahr rechnet die Gesellschaft bekanntlich mit einem EBIT zwischen 60 und 80 Mio USD; der Umsatz soll zwischen 1,15 und 1,20 Mrd USD zu liegen kommen.

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(AWP)