Kudelski-Tochter Conax gewinnt ZTE als Reseller - Patentvereinbarung mit AT&T

(Meldung ausgebaut mit Angaben vom Vorabend und Aktienkurs sowie Kommentar) -sur-Lausanne (awp) - Die Kudelski-Tochter Conax ist mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster ZTE eine Kooperationsvereinbarung zum Vertrieb von IPTV-Sicherheitslösungen eingegangen. Dabei fungiere ZTE als Reseller von Conax-Lösungen, teilt Kudelski am Donnerstag mit. Bereits am Vorabend hatte das Technologieunternehmen eine Patent-Lizenzvereinbarung mit dem US-Kommunikationskonzern AT&T bekannt gegeben.
06.07.2017 10:34

ZTE bediene mit ihren Angeboten weltweit über 500 Telekommunikationsfirmen in mehr als 160 Ländern, teilte Kudelski mit. Conax könne dadurch den geplanten globalen Ausbau der IPTV-Lösungen weiter vorantreiben.

Bereits am Vorabend vermeldete Kudelski den Abschluss einer Patent-Lizenzvereinbarung mit dem US-Kommunikationskonzern AT&T. Die Vereinbarung sieht vor, AT&T den weltweiten Zugang zum Patent-Portfolio der Kudelski-Gruppe zu gewähren. Finanzielle Aspekte der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.

NACHHALTIGE UMSATZKOMPONENTE

Zum Deal mit AT&T schreiben die Analysten von Baader Helvea in einem ersten Kommentar, dass Kudelski im Gegensatz zu vergangenen Abkommen nicht eine einmalige Zahlung erhalte, sondern nun eine wiederkehrende Umsatzkomponente für mehrere Jahre. Die Bank schätzt den Umfang auf einen niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbetrag. Laut Baader bleiben die Gewinnaussichten mit 60-80 Mio CHF somit unverändert, der neue AT&T-Deal biete aber eine bessere Sichtbarkeit und unterstreiche das nachhaltige Kudelski-IP-Geschäft. Zur Vertriebsvereinbarung mit ZTE streicht Baader heraus, dass der erste gemeinsame Einsatz der Conax-Lösungen bereits in Vorbereitung sei.

An der Börse werden die Nachrichten wohlwollend aufgenommen. Die Kudelski-Titel legen im frühen Handel gegen 9.30 Uhr rund 0,9% auf 16,50 CHF zu. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI, verliert derweil 0,26%.

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(AWP)