Kühne+Nagel verdient im dritten Quartal erneut mehr

Der Logistikdienstleister Kühne+Nagel wächst auch im dritten Quartal munter weiter. Bei allen wichtigen Kennzahlen gelang dem Konzern eine klare Steigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode. Mit dem vorgelegten Zahlenkranz wurden die Erwartungen der Analysten im Schnitt in etwa erreicht.
18.10.2018 07:16

Konkret legte der Nettoumsatz von Juli bis September um 12,4 Prozent zu auf neu 5,30 Milliarden Franken. Allerdings beinhaltet diese Kennzahl die relativ volatilen Frachtraten, die vom Logistikunternehmen selbst nur wenig beeinflusst werden können. Der deshalb aussagekräftigere Rohertrag verbesserte sich jedoch auch deutlich und zwar um 9,7 Prozent auf 1,93 Milliarden.

Beim operativen Gewinn auf Stufe EBIT resultierte ein Anstieg um 4,7 Prozent auf 244 Millionen Franken, womit sich die entsprechende Marge entsprechend auf 4,6 Prozent verringerte von 4,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn legte derweil um 3,3 Prozent auf 189 Millionen zu.

Investitionen in der Kontraktlogistik

"Wir haben die dynamische Entwicklung des ersten Halbjahres auch im dritten Quartal fortgesetzt und in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs ein sehr positives Ergebnis erzielt", gibt sich CEO Detlef Trefzger in der Meldung zufrieden. Einzig in der Sparte Kontraktlogistik hätten bereits angekündigte Investitionen das Ergebnis wie erwartet etwas belastet.

Mit den Zahlen hat der Konzern die Analystenerwartungen beim Nettoumsatz und beim Rohertrag übertroffen, beim EBIT und beim Reingewinn hingegen knapp verfehlt. Der AWP-Konsens lag für den Nettoumsatz bei 5,16 Milliarden, für den Rohertrag bei 1,91 Milliarden, für den EBIT bei 256 Millionen und für den Reingewinn bei 199 Millionen.

Betrachtet man das Resultat für die ersten neun Monate resultiert beim Nettoumsatz ein Anstieg von 13,6 Prozent, beim Rohertrag von 11,7 Prozent, beim EBIT von 8,8 Prozent und beim Konzerngewinn von 7,4 Prozent.

"Rechnen mit erfreulichem 2018"

Im kurzfristigen Ausblick gibt sich das Unternehmen wie gewohnt wortkarg. CEO Trefzger wird einzig mit den Worten zitiert: "Vor dem Hintergrund der sehr guten ersten neun Monaten rechnen wir mit einem insgesamt erfreulichen Jahr 2018."

Bereits bekannt sind die langfristigen Ziele des Unternehmens. So hat Kühne+Nagel den Ehrgeiz, bis 2022 doppelt so schnell zu wachsen wie der Gesamtmarkt und eine Konversionsmarge auf Gruppenebene von über 16 Prozent zu erreichen (2017: 13,3 Prozent; 2016: 14,0 Prozent). Nach Sparten betrachtet strebt das Unternehmen sowohl in der See- wie auch in der Luftfracht Werte von 30 Prozent an.

kw/rw

(AWP)