Kuka investiert nach Übernahme durch Chinesen in Deutschland

Knapp ein Jahr nach der Übernahme des Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Midea-Konzern will Kuka seine Zentrale in Augsburg ausbauen. Vorstandschef Till Reuter wird deshalb am Montag in Anwesenheit von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (beide CSU) das neue Standortkonzept für den Stammsitz vorstellen.
31.07.2017 06:34

Kuka sei auf Wachstumskurs und "die Wiege des Erfolgs liegt nach wie vor in Augsburg", erklärte das Unternehmen. Das traditionelle Kuka-Areal in der schwäbischen Stadt soll deswegen modernisiert und erweitert werden. Im vergangenen Jahr hatte Kuka dort bereits ein 60 Millionen Euro teures Entwicklungszentrum eröffnet.

Bei der Übernahme durch den Hausgerätehersteller Midea gab es Befürchtungen, dass sich die Chinesen die Technologien von Kuka aneignen und die deutschen Arbeitsplätze abbauen könnten. Midea war solchen Spekulationen mit einem bis zum Jahr 2023 gültigen Investorenvertrag entgegengetreten. Darin wurden der Schutz der Kuka-Patente, die Selbstständigkeit des Roboterherstellers und der Erhalt der Augsburger Zentrale sowie anderer Werke zugesagt.

Wegen der weitreichenden Zugeständnisse durch den Investor sprach damals selbst die IG Metall von einer "guten Perspektive" für das Unternehmen und die Beschäftigten. Kuka hat weltweit mehr als 13 000 Mitarbeiter, davon arbeiten etwa 3500 in Augsburg./uvo/DP/zb

(AWP)