Kuoni verkauft einen von drei Kernbereichen

(Ergänzt um Informationen zum neuen Besitzer) - Der Reisedienstleister Kuoni Group verkauft sein B2B-Geschäft GTA an die Hotelbeds Group. Der Verkaufspreis werde in Aktien und in bar gezahlt, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Über die Höhe wurden keine Angaben gemacht.
21.04.2017 12:35

Die Aktionäre von Kuoni - EQT, die Kuoni und Hugentobler-Stiftung sowie einige Mitglieder des Managements - übergeben gemäss de Angaben einen Grossteil ihrer Anteile an Hotelbeds, halten aber danach noch einen Minderheitsanteil. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Behörden. Im vergangenen Jahr erzielte das Geschäft einen Bruttogewinn von 204 Mio CHF, was etwa 34% des gesamten Bruttogewinns der Kuoni-Gruppe ausmachte.

Die Kuoni Group wurde 2016 an die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT verkauft, wobei die Kuoni-Aktien im vergangenen November dann von der Schweizer Börse SIX dekotiert wurden.

Kuoni besteht seither noch aus drei Teilen: In Dubai werden im Auftrag von Regierungen Visa-Anträge bearbeitet. Von London aus bietet Kuoni mit GTA Dienstleistungen wie Übernachtungen, Transfers oder Exkursionen für andere Reiseunternehmen an. Und von Zürich aus werden Gruppenreisen meist an asiatische Reiseveranstalter verkauft. Nach dem Verkauf von GTA wird Kuoni noch zwei Kernbereiche haben.

GTA 2011 GEKAUFT

Der frühere Kuoni-Konzern hatte Gullivers Travel Associates (GTA) 2011 gekauft. Es war mit 654 Mio CHF der grösste Kauf in der Firmengeschichte. Der Umsatz wuchs daraufhin zum ersten Mal über die Grenze von 5 Mrd CHF. Im vergangenen Jahr erzielte das Geschäft einen Bruttogewinn von 204 Mio CHF. Das ist mehr als ein Drittel des Bruttogewinns der verbleibenden Kuoni-Gruppe.

Bei der Hotelbeds Group passt GTA zur Wachstumsstrategie, wie die Gruppe in einer separaten Mitteilung am Freitag mitteilt. GTA sei bereits gut präsent in den Wachstumsmärkten Asien und Nahost. Im Frühling hatte die Hotelbeds Group bereits die Tourico Holidays gekauft.

Die Hoteldbeds Group gehört der Investmentgesellschaft der kanadischen Pensionskasse Cinven and Canada Pension Plan Investment Board (CPPIB). Das ist einer der weltweit grössten Pensionsfonds. Er hatte im vergangenen Jahr auch einen Anteil des Agrargeschäfts des Rohstoffgiganten Glencore gekauft.

(AWP)