LafargeHolcim erhält einen Betriebsrat für Europa

Knapp zwei Jahre nach der Fusion der Schweizer Holcim mit der französischen Lafarge legt der Zementgigant nun auch die Betriebsräte zusammen. Künftig gibt es nur noch einen Betriebsrat für die über 20'000 Beschäftigten in der Schweiz und in der EU.
27.03.2017 15:13

Bisher hatten sowohl Holcim als auch Lafarge einen Europäischen Betriebsrat (EBR) für ihre Standorte im EU-Raum. Nun hätten LafargeHolcim-Manager und Arbeitnehmerdelegierte aus 14 Ländern am (heutigen) Montag in Paris eine Vereinbarung unterzeichnet, die "beste Voraussetzungen für einen aktiven sozialen Dialog auf Augenhöhe", teilte die Gewerkschaft Unia in einem Communiqué mit.

Erstmals in der Geschichte von Holcim sei es auch gelungen, die Schweiz in den Geltungsbereich der Vereinbarung einzubeziehen. Damit seien die knapp 2000 Schweizer Angestellten von LafargeHolcim künftig im Europäischen Betriebsrat nicht mehr nur als Beobachter, sondern als vollwertige Mitglieder vertreten, schrieb die Unia.

Insgesamt repräsentiere der EBR gegenüber der Konzernleitung die Interessen von über 20'000 Beschäftigten aus 19 Ländern. Das Management von LafargeHolcim müsse bei sämtlichen transnationalen Angelegenheiten wie länderübergreifenden Projekten, Umstrukturierungen, neuen Produktionsprozessen oder Verlagerungen den EBR konsultieren und dessen Konsultationsmeinung Rechnung tragen, schrieb die Unia.

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(AWP)