LafargeHolcim erhält angepasste Auflagen der CCI zur Veräusserung in Indien

Zürich (awp) - Der Zementkonzern LafargeHolcim hat von der indischen Wettbewerbsbehörde CCI angepasste Auflagen zur Veräusserung des Anteils an Lafarge India erhalten. Es werde ein neuer Veräusserungsprozess für Lafarge India initiiert, teilt LafargeHolcim am Montagabend mit. Die geplante Transaktion schliesse drei Zementwerke und zwei Mahlwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 11 Mio Tonnen pro Jahr ein und sei eine alternative Verpflichtungszusage für den Zusammenschluss der beiden Vorgängerunternehmen des Konzerns und nun Teil des Konzernziels, 3,5 Mrd CHF an Aktiva zu veräussern.
08.02.2016 19:31

"Über unsere Konzerngesellschaften ACC und Ambuja Cements werden wir in Indien mit einer Gesamtzementkapazität von 63 Mio Tonnen und einem Vertriebsnetz im gesamten Land tätig sein", wird CEO Eric Olsen. "Wir sehen Möglichkeiten, unser Geschäft in Indien weiterzuentwickeln".

In der Vorwoche hatte LafargeHolcim gemeldet, dass der Verkauf von zwei Lafarge-Werken in Indien nicht wie geplant über die Bühne gehen kann. Die Devestition war aber eine Bedingung der CCI für die Genehmigung der Fusion.

Um den Anforderungen der Wettbewerbshüter zu genügen, sollten zwei der Lafarge India-Werke an die indischen Birla Corporation verkauft werden. Dabei ergab sich die Hürde, dass es nicht möglich ist, zusammen mit den Werken die Abbaurechte für die dazugehörigen Steinbrüche zu verkaufen. Diese müssten in separaten Bieterverfahren veräussert werden. Bei einem Verkauf von Lafarge India sei dies nicht der Fall, so ein Lafarge-Sprecher.

LafargeHolcim hatte den geplanten Verkauf von zwei Lafarge-Werken in Indien an Birla im August 2015 gemeldet. Der Unternehmenswert der Aktiven wurde damals mit 50 Mrd INR (rund 750 Mio CHF) angegeben. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollten zum Schuldenabbau verwendet werden. Der Schritt war Teil der Bedingungen, die von der CCI gestellt wurden, um der Lafarge-Holcim-Fusion zuzustimmen.

cp

(AWP)