LafargeHolcim mit Umsatzrückgang im vierten Quartal - Profitabilität höher

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im vierten Quartal 2016 erneut weniger abgesetzt, jedoch klare Fortschritte bei der Profitabilität erreicht. Der Umsatz sank auf 6,53 Mrd CHF, das sind 12,3% weniger als in der Vorjahresperiode. Auf vergleichbarer Basis (like for like) wurde hingegen nur ein Minus von 1,4% ausgewiesen.
02.03.2017 07:28

Der um die Merger- und Einmalkosten adjustierte betriebliche EBITDA stieg gegenüber den Vorjahreszahlen hingegen um rund 16% (vergl. +31%) auf 1,61 Mrd CHF, und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 24,7% von 18,7% im Vorjahreszeitraum, wie LafargeHolcim am Donnerstag mitteilt. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 535 Mio CHF übrig, verglichen mit einem Verlust von 2,86 Mrd CHF im Vorjahr. Der Konzern hatte im vierten Quartal 2015 Wertminderungen und andere Kosten von 3,0 Mrd CHF verbucht.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz unterschritten, beim Betriebsergebnis jedoch klar übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 6,78 Mrd CHF und für den bereinigten EBITDA bei 1,47 Mrd.

Bei der Nettoverschuldung hat das Unternehmen mit 14,7 Mrd CHF die Zielmarke einer Senkung auf 13,3 Mrd per Ende Jahr verfehlt. Die erzielten Synergien 2016 lagen mit 638 Mio CHF deutlich über der Zielsetzung.

Bekannt war bereits der Dividendenvorschlag für 2016 mit 2,00 CHF pro Aktie. Zudem sollen 2017 und 2018 eigene Aktien im Volumen von bis zu 1 Mrd CHF zurückgekauft werden.

Für 2017 rechnet das Management in seinen Märkten mit einem Wachstum der Nachfrage von 2 bis 4%. Der bereinigte betriebliche EBITDA soll auf vergleichbarer Basis ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Der wiederkehrende Gewinn soll um mehr als 20% zulegen.

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(AWP)