LafargeHolcim mit Umsatzrückgang im ersten Quartal

Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im ersten Quartal 2017 einen Umsatzrückgang verbucht, ist auf vergleichbarer Basis jedoch gewachsen. Der Umsatz sank auf 5,63 Mrd CHF, das sind 7,1% weniger als in der Vorjahresperiode. Auf vergleichbarer Basis (like for like) wurde hingegen ein Anstieg von 5,3% ausgewiesen.
03.05.2017 07:22

Der um die Merger- und Einmalkosten adjustierte betriebliche EBITDA inklusive der Beiträge aus Joint Ventures sank um rund 4,7% (vergl. +14,5%) auf 801 Mio CHF und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,2% von 13,9% im Vorjahreszeitraum, wie LafargeHolcim am Mittwoch mitteilt.

Der Konzerngewinn beträgt 226 Mio CHF, nach einem Verlust von 107 Mio im Vorjahreszeitraum. Der freie Geldfluss aus Geschäftstätigkeit im Quartal beträgt -518 Mio CHF verglichen mit -618 Mio im Vorjahresquartal.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht übertroffen und beim Betriebsergebnis erfüllt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 5,53 Mrd CHF und für den bereinigten EBITDA bei 802 Mio.

Die Entwicklung der Verkaufsvolumen war uneinheitlich. Der konsolidierte Zement- und Klinkerabsatz sank um 15% auf 48,1 Mio Tonnen (vergl. unv.). Die Zuschlagstofflieferungen wuchsen leicht um 0,2% auf 51,7 Mio Tonnen (vergl. +3,9%) während die Transportbetonvolumen wiederum um 9,4% auf 11,4 Mio Kubikmeter (vergl. -1,8%) zurückgingen.

Die Nettofinanzschulden lagen zum Quartalsende bei 15 Mrd CHF und damit marginal über dem Wert per 31. Dezember 2016 und rund 3 Mrd tiefer als in der Vorjahresperiode, heisst es weiter. Hier hätten sich die Barmittelzuflüsse aus der Veräusserung des Vietnam-Geschäfts und die Investitionsdisziplin bemerkbar gemacht, mit denen der saisonale Effekt auf den Cashflow hätten ausgeglichen werden können.

Die Synergien aus der Fusion werden im ersten Quartal auf 94 Mio CHF beziffert. Auch das Synergieziel für das laufende Jahr von 400 Mio CHF wird bestätigt.

Der Konzern bestätigt die Guidance und rechnet für das Jahr 2017 weiter mit einer positiven Marktentwicklung und einer Nachfragesteigerung um 2 bis 4%. Der bereinigte betriebliche EBITDA soll auf vergleichbarer Basis ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Der wiederkehrende Gewinn soll um mehr als 20% zulegen. Das Unternehmen sieht sich weiter auf Kurs, die Ziele 2017 und 2018 zu erreichen.

yr/ra

(AWP)