LafargeHolcim prüft Vorwürfe gegen Zementwerk in Syrien

Zürich (awp) - LafargeHolcim wird in Medien vorgeworfen, in Syrien "zweifelhafte Arrangements" mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingegangen zu sein. Diese Behauptungen wolle man prüfen, teilt der Zementkonzern am Montag mit.
27.06.2016 09:59

In der Vorwoche erschien in der französischen Zeitung "Le Monde" ein Artikel, in dem Lafarge vorgeworfen wird, Vereinbarungen mit der jihadistischen Miliz getroffen zu haben, um das Zementwerk in Jalabiyeh in Syrien bis im September 2014 weiterführen zu können. Der französische Lafarge-Konzern, der 2015 mit Holcim fusionierte, habe zwischen 2010 und 2014 das Werk betrieben, bestätigte das Unternehmen. Die Priorität der damaligen Lafarge sei die Sicherheit und der Schutz der Mitarbeitenden gewesen, hatte LafargeHolcim in einer ersten Reaktion mitgeteilt.

Sobald der Konflikt die Gegend erreichte, war "die erste Priorität von Lafarge, die Sicherheit und den Schutz der Mitarbeitenden zu gewährleisten, während die Planung für eine Schliessung des Werkes vorangetrieben wurde", so LafargeHolcim. In der Mitteilung vom Montag bestätigt der Konzern, dass das Werk im September 2014 evakuiert wurde und dass man seitdem keinen Versuch unternommen habe, die Produktion wieder aufzunehmen.

cp/ys

(AWP)