LafargeHolcim wächst auf vergleichbarer Basis - Konzernergebnis verbessert

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im ersten Quartal 2017 nominal einen Umsatzrückgang verbucht, ist auf vergleichbarer Basis jedoch gewachsen. Höhere Preise und eine bessere Absatzdynamik stützen die Umsatzentwicklung. Beim Konzernergebnis wurde durch den Verkauf des Vietnam-Geschäfts ein Gewinn erzielt, nach einem Verlust im Vorjahr.
03.05.2017 08:26

Der Umsatz sank verglichen zum Vorjahresquartal nominal um 7,1% auf 5,63 Mrd CHF. Auf vergleichbarer Basis (like for like) wurde hingegen ein Anstieg um 5,3% ausgewiesen. Der um die Merger- und Einmalkosten adjustierte betriebliche EBITDA inklusive der Beiträge aus Joint Ventures sank um rund 4,7% (vergl. +14,5%) auf 801 Mio CHF und die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,2% von 13,9% im Vorjahreszeitraum, wie LafargeHolcim am Mittwoch mitteilt.

Der Konzerngewinn beträgt 226 Mio CHF, nach einem Verlust von 107 Mio im Vorjahreszeitraum. Hierin ist ein Gewinn in Höhe von 339 Mio CHF aus der Veräusserung des Vietnam-Geschäfts enthalten. Der wiederkehrende Konzerngewinn verringerte das Minus auf 19 Mio von zuvor 80 Mio. Der freie Geldfluss aus Geschäftstätigkeit im Quartal beträgt -518 Mio CHF verglichen mit -618 Mio im Vorjahresquartal.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht übertroffen und beim Betriebsergebnis erfüllt.

ZEMENT, KLINKER UND TRANSPORTBETON MIT RÜCKGANG - ZUSCHLAGSTOFFE HÖHER

Die Entwicklung der Verkaufsvolumen war uneinheitlich. Der konsolidierte Zement- und Klinkerabsatz sank um 15% auf 48,1 Mio Tonnen (vergl. unv.). Die Zuschlagstofflieferungen wuchsen leicht um 0,2% auf 51,7 Mio Tonnen (vergl. +3,9%), während die Transportbetonvolumen wiederum um 9,4% auf 11,4 Mio Kubikmeter (vergl. -1,8%) zurückgingen.

Die Verbesserung der Zementpreise habe sich fortgesetzt, schreibt der Konzern weiter. Die Zementpreise seien gegenüber dem Vorquartal um 1,2% und gegenüber der Vorjahresperiode um 5,3% gestiegen. Ursache hierfür seien im Wesentlichen die positiven Entwicklungen in der Region Naher Osten, in Afrika und in Lateinamerika gewesen. Höhere Preise, die Absatzdynamik, Synergien und Kostensenkungen hätten das Ergebnis verbessert. Auf der anderen Seite wurden höhere Energie- und Rohstoffpreise genannt.

Die Synergien aus der Fusion werden im ersten Quartal auf 94 Mio CHF beziffert. Auch das Synergieziel für das laufende Jahr von 400 Mio CHF wird bestätigt.

Die Nettofinanzschulden lagen zum Quartalsende bei 15 Mrd CHF und damit marginal über dem Wert per 31. Dezember 2016 und rund 3 Mrd tiefer als in der Vorjahresperiode, heisst es weiter. Hier hätten sich die Barmittelzuflüsse aus der Veräusserung des Vietnam-Geschäfts und die Investitionsdisziplin bemerkbar gemacht, mit denen der saisonale Effekt auf den Cashflow hätten ausgeglichen werden können.

ZIELE 2017 UND 2018 BEKRÄFTIGT - MARKTWACHSTUM VON 2%-4% 2017

Der Konzern bestätigt die Guidance und rechnet für das Jahr 2017 weiter mit einer positiven Marktentwicklung und einer Nachfragesteigerung in den Märkten in denen er aktiv ist um 2 bis 4%. Der bereinigte betriebliche EBITDA soll auf vergleichbarer Basis ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich aufweisen. Der wiederkehrende Gewinn soll um mehr als 20% zulegen.

Das Unternehmen sieht sich zudem weiter auf Kurs, die für 2018 definierten Ziele zu erreichen. Im kommenden Jahr will der Konzern etwa einen bereinigten betrieblichen EBITDA von 7 Mrd CHF erzielen.

yr/cp

(AWP)