Lage beim Stahlhersteller Salzgitter entspannt sich deutlich

Die Erholung auf dem Stahlmarkt kommt dem zweitgrössten deutschen Hersteller Salzgitter spürbar zugute. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern einen Umsatzsprung auf etwa 9 Milliarden Euro, nachdem der Umsatz im abgelaufenen Jahr auf 7,9 Milliarden Euro abgerutscht war. Das Vorsteuerergebnis soll bei 100 bis 150 Millionen Euro herauskommen nach zuletzt 53 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Salzgitter mitteilte.
28.02.2017 07:53

"Nach dem unvermeidlichen Fokus auf Restrukturierungs- und Kostensenkungsinitiativen der letzten Jahre legen wir nunmehr einen besonderen Akzent auf Innovation und Wachstum", erklärte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann. Die Aussichten erschienen derzeit "so günstig wie seit 2012 nicht mehr". Im vergangenen Jahr konnte Salzgitter unterm Strich annähernd 57 Millionen Euro verdienen nach einem Verlust in ähnlicher Grössenordnung im Jahr zuvor. In der zweiten Jahreshälfte profitierten insbesondere die Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel von einer Stabilisierung der Stahlpreise.

Die gesamte europäische Stahlbranche leidet seit langem unter billigen Importen aus China und einem dadurch bedingten Verfall der Preise. Langsam entspannt sich die Lage jedoch, nicht zuletzt durch Schutzzölle der EU./das/fbr

(AWP)