Lage für Schweizer Textilindustrie auch 2016 schwierig

Die Lage in der Schweizer Textilindustrie ist auch im vergangenen Jahr 2016 schwierig gewesen. So erschwert der starke Franken die industrielle Fertigung am Standort Schweiz. Es komme verstärkt zu Spezialisierungen und die Branche durchlaufe einen Wandel, teilte der Verband Swiss Textiles am Dienstag mit.
25.04.2017 11:34

Sowohl im Textil- wie auch im Bekleidungsbereich brach die Wertschöpfung um 6,2% bzw. um 5,2% ein. Die gesamte Wertschöpfung belief sich auf 908 Mio CHF. Die Textilexporte gingen um 2,9% auf 1,06 Mrd CHF zurück, die Bekleidungsexporte sanken um 1,4% auf 720 Mio.

Bei den Bekleidungsexporten handle es sich allerdings um vom Verband bereinigte Zahlen, denn in den offiziellen Statistiken seien auch Rückwarensendungen an Online-Anbieter enthalten. 57% des Bekleidungsexports aus der Statistik der Eidgenössischen Zollverwaltung seien reine Rücksendungen gewesen und keine Verkäufe aus der Schweiz. "Dies zeigt, dass immer mehr Schweizerinnen und Schweizer online einkaufen, insbesondere im Ausland, und sie bestellen mengenmässig mehr, als sie brauchen", wird Peter Flückiger, Direktor von Swiss Textiles, in der Mitteilung zitiert.

Aber nicht alle Produktgruppen hätten einen Rückgang verzeichnet. So habe es im Bereich der technischen Textilien wie Bänder, beschichtete Stoffe, Netze etc. einen Exportzuwachs gegeben.

Derweil wird Präsident Andreas Sallmann an der Generalversammlung im Juni sein Amt zur Verfügung stellen, da die Laufzeit auf sechs Jahre beschränkt ist.

dm/tp

(AWP)