Lalique plant Kapitalerhöhung für Refinanzierung der Glenturret-Übernahme

Das Luxusgüterunternehmen Lalique plant 2019 eine Kapitalerhöhung. Damit soll einerseits das Aktionärsdarlehen für den Kauf des schottischen Whisky-Herstellers Glenturret teilweise refinanziert und anderseits Investitionen ins weitere Wachstum finanziert werden.
17.04.2019 08:37

Die Kapitalerhöhung in Form einer Bezugsrechtsemission soll im Laufe 2019 erfolgen, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit. Um den Free Float zu erhöhen, beabsichtige Mehrheitsaktionär und Verwaltungsratspräsident Silvio Denz auf die Ausübung seiner Bezugsrechte zu verzichten: Denz hält an Lalique einen Anteil von rund 72 Prozent.

Die Massnahme steht im Zusammenhang mit der Ende März bekanntgegebenen Übernahme von 50 Prozent am schottischen Single-Malt-Whisky-Herstellers The Glenturret. Die Akquisition erfolgte über ein Joint-Venture, an dem Lalique und der Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss je 50 Prozent halten. Wyss wiederum ist an Lalique mit 3,64 Prozent beteiligt

Der Kaufpreis von 15,5 Millionen britischen Pfund für den von Lalique erworbenen 50%-Anteil sowie Betriebskapital in Höhe von rund 4 Millionen Franken wurden durch ein Aktionärsdarlehen von Silvio Denz finanziert.

Lalique wird das Geschäft von The Glenturret voll konsolidieren und will die Bekanntheit der Marke über ihr internationales Netzwerk weiter stärken, hiess es weiter.

Die The Glenturret-Destillerie wurde 1775 gegründet und ist gemäss den Angaben Schottlands älteste Brennerei, die noch in Betrieb ist. Nebst dem Whisky-Verkauf erwirtschaftet sie ihren Umsatz mit einem Besucherzentrum mit integriertem Shop und Restaurant.

Aus diesem Grund passt die Destillerie ins Portfolio von Lalique, betreibt das Unternehmen doch auch Restaurants in Hotels. Seit Juni 2018 ist das Unternehmen an der Schweizer Börse SIX kotiert.

sig/rw

(AWP)