Lanxess begibt erstmals Hybridanleihe für Finanzierung der Chemtura-Übernahme

KÖLN (awp international) - Das Spezialchemie-Unternehmen Lanxess hat sich für die geplante Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura erstmals mit einer Hybridanleihe frisches Geld beschafft. Am europäischen Kapitalmarkt sei am Dienstag erfolgreich eine solche Anleihe mit einer Laufzeit von 60 Jahren bei einem Zinsssatz von 4,5 Prozent und einem Volumen von 500 Millionen Euro begeben worden, teilte das Unternehmen mit. Der Erlös sei für die Chemtura-Übernahme vorgesehen.
29.11.2016 18:44

"Mit den drei seit September begebenen Anleihen haben wir nun die Finanzierung für die geplante Übernahme zügig sichergestellt", sagte der zuständige Manager Oliver Stratmann. Im September hatte Lanxess angekündigt, Chemtura für insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro kaufen zu wollen. Bei der Finanzierung der geplanten Übernahme auf Pump kommt Lanxess das derzeit allgemeine niedrige Zinsniveau zugute.

Eine Hybridanleihe gilt als eigenkapitalähnlich, weil sie im Falle von Zahlungsschwierigkeiten des Emittenten nachrangig behandelt wird. Das Risiko ist für den Inhaber daher höher als bei einer normalen Anleihe. Dementsprechend ist die Verzinsung üblicherweise höher./tos/stb

(AWP)