Lanxess will profitabler werden - Einsparungen

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess will vor allem dank des Chemtura-Zukaufs in den kommenden Jahren profitabler werden. Ab 2021 soll sich die operative Marge - gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und vor Sondereinflüssen - in einem Korridor von 14 bis 18 Prozent bewegen, teilte Lanxess am Dienstag in Köln mit. 2016 hatte die Marge 12,9 Prozent betragen.
05.09.2017 10:55

Zukünftig will Lanxess nur noch Geschäfte betreiben und ins Portfolio nehmen, in denen die im MDax notierte Gesellschaft eine führende Marktpositionen erreichen und nachhaltig attraktive Margen erwirtschaften kann. Die Aktie fiel dennoch um zweieinhalb Prozent. Ein Händler sagte, die Erwartungen hätten höher gelegen.

In den vergangenen Jahren hatte Vorstandschef Matthias Zachert den Konzern neu ausgerichtet und mit harten Einsparungen saniert. Er reduzierte insbesondere die Abhängigkeit vom kriselnden Kautschuk-Geschäft. Diese starke Abhängigkeit von der Reifen- und Autoindustrie hatte Lanxess als weltgrössten Hersteller von synthetischem Kautschuk in arge Bedrängnis gebracht. "Lanxess steht heute wieder auf festen Beinen und ist zurück auf einem profitablen Wachstumspfad", sagte er.

Beitragen zu den neuen Finanzzielen sollen vor allem die Synergien, die aus dem Zukauf des US-Unternehmens Chemtura resultieren. Der Konzern rechnet bis 2020 mit rund 100 Millionen Euro jährlich an Kosteneinsparungen. Davon sollen bereits rund 25 Millionen Euro im laufenden Jahr erreicht werden. Im Gegenzug fielen Einmalkosten von etwa 140 Millionen Euro an./mne/das

(AWP)