Lastminute.com steigert Umsatz und kehrt in die Gewinnzone zurück

(ergänzt um Angaben zu den einzelnen Bereichen und Regionen)
14.09.2016 08:49

Chiasso/Amsterdam (awp) - Die Online-Reiseagentur Lastminute.com hat im ersten Halbjahr 2016 den Umsatz gesteigert und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Stark entwickelte sich dabei insbesondere das Meta-Geschäft. Auch die volle Konsolidierung der Plattform lastminute.com und die Realisierung von Synergien gaben weiteren Schub. Die EBITDA-Ziele für das laufende Jahr werden leicht erhöht.

Der Umsatz der Gruppe legte um 8,2% auf 133,2 Mio EUR zu. Der adjustierte EBITDA verbesserte sich markant auf 17,3 Mio von 2,8 Mio in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Unter dem Strich resultierte für das erste Semester ein Reingewinn von 5,0 Mio nach einem Verlust von 4,5 Mio im Vorjahr.

"Das erste Halbjahr 2016 ist das positive Ergebnis eines Vorjahres mit vielen Herausforderungen", wird CEO Fabio Cannavale in der Meldung zitiert. Es sei das Hauptziel gewesen, das 2015 umgesetzte Umstrukturierungsprojekt für grösstmögliche Effizienzsteigerungen zu nutzen. So stieg etwa die Effizienz der Marketingausgaben im Verhältnis Marketing zum Umsatz auf 41,4% von 47,7% im Vorjahr.

META-GESCHÄFT WÄCHST KRÄFTIG

Für den Umsatzanstieg hauptverantwortlich ist die volle Konsolidierung der übernommenen Plattform lastminute.com, die im Vorjahr erst ab März in die Rechnung eingeflossen war. Mit Blick auf die Regionen verschiebt sich damit auch das Gewicht innerhalb der Gruppe. Mit einem Umsatzanteil von 24% war Grossbritannien im ersten Halbjahr die wichtigste Region, gefolgt von Frankreich (23%), Italien (20%), Spanien (14%) und Deutschland (7%).

Bei den einzelnen Divisionen sticht die Entwicklung des Bereichs Meta hervor, wo die Umsätze im ersten Semester sich auf 17,3 Mio EUR mehr als verdoppelten. Auch der Bereich Travel&Leisure verzeichnete einen Zuwachs von 17% auf 48,7 Mio. Rückläufig präsentierte sich dagegen der nach wie vor grösste Bereich Flugvermittlung, wo die Umsätze um knapp 9% auf 67 Mio zurückgingen. Gründe für diesen Rückgang seien tiefere Marketingausgaben und die Fokussierung auf profitable Buchungen, schreibt das Unternehmen.

ZIELE FÜR 2016 ERHÖHT - EHEMALIGER CEO VERLÄSST UNTERNHEMEN

Aufgrund der Ergebnisse zum Halbjahr wird die Zielsetzung für das Gesamtjahr 2016 nach oben angepasst. Neu geht das Unternehmen von einem bereinigten EBITDA von mehr als 27 Mio EUR aus, bei einer Marge von über 10%. Im Mai war noch ein EBITDA von über 25 Mio EUR erwartet worden. Keine Angaben werden in der Meldung bezüglich der mittelfristigen Zielsetzung bis 2017 gemacht, wonach das Unternehmen einen Umsatz von 330 Mio EUR und eine EBITDA-Marge von 18% erreichen will.

Weiter teilte Lastminute.com mit, dass der ehemalige CEO und derzeitige Stellvertreter Francesco Signoretti das Unternehmen per Anfang November verlassen und auch sein Amt als Verwaltungsrat abgeben wird. Im Zuge der Restrukturierung hatte der ehemalige VR-Präsident Cannavale per Anfang Jahr den CEO-Posten von Signoretti übernommen. An seiner Stelle wird an der nächsten Aktionärsversammlung Anna Zanardi Cappon zur Zuwahl als nicht-exekutives Mitglied in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

an/cf

(AWP)