Leclanché erhält zusätzliche Mittel von Grossaktionären

Der Waadtländer Batterienhersteller Leclanché hat seine Aktionäre am Mittwoch an der Generalversammlung über den Stand der Finanzierung orientiert. Demnach ist das Unternehmen im ersten Halbjahr kurzfristig in finanzielle Schwierigkeiten geraten, wie CEO Anil Srivastava laut einer Mitteilung vom Mittwochabend vor den Anteilseignern erklärte. Die Probleme seien jedoch im Juli insbesondere durch neue Investitionen der bestehenden Grossaktionäre Golden Partner und Bruellan über 18,5 Mio CHF gelöst worden.
26.07.2017 20:30

Schon vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass Golden Partner und die mit ihm verbundenen Aktionäre Papiere für weitere 3,5 Mio CHF gezeichnet hätten. Zudem hätten die Aktionäre Bruellan und Trialford ihre Wandeldarlehen über 1 Mio respektive 0,5 Mio CHF in Kapital umgewandelt, wurde damals erklärt.

Für Leclanché plant für den Oktober eine weitere Finanzspritze von 30 Mio CHF, um die Wachstumspläne zu realisieren, wie es nun weiter hiess. Dabei würden verschiedene Optionen geprüft.

Darüber hinaus bestätigte Leclanché, es werde eine Zweitkotierung an einer nordamerikanischen Börse geprüft. Zudem werde derzeit die Akquisition eines Unternehmens evaluiert.

An der eigentlichen GV wurden alle Anträge des Verwaltungsrats angenommen, insbesondere wurde genehmigtes und bedingtes Kapital geschaffen. Zudem wurden Pierre-Alain Graf als unabhängiger Vertreter sowie Tianyi Fan und Cathy Wang als Vertreter von Golden Partner in den Verwaltungsrat gewählt. Ausserdem unterstützten die Aktionäre den Vorschlag, die Schwelle für ein Pflichtangebot auf eine Beteiligungshöhe von 49% von 33,3% zu erhöhen.

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(AWP)