Lem erzielt 2016/17 mehr Umsatz und Gewinn - Dividende auf hohem Niveau stabil

(Ausführliche Fassung) -les-Ouates (awp) - Der Elektronikkomponenten-Hersteller Lem hat im per Ende März beendeten Geschäftsjahr 2016/17 sowohl Auftragseingang und Umsatz als auch den Gewinn gesteigert. Die Dividende bleibt auf hohem Niveau stabil. Im Schlussquartal des Geschäftsjahres verzeichnete LEM eine steigende Investitionsbereitschaft bei den Kunden, was zu einem über erwarten starken Umsatz und Gewinn führte.
23.05.2017 08:55

Der Auftragseingang legte um 5,2% auf 256,5 Mio CHF zu und der Umsatz um 1,2% auf 264,5 Mio. Wechselkursbereinigt ergab sich beim Umsatz ein Plus von 1,0%, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. Die Book-to-bill-ratio verbesserte sich damit auf 1,03.

Trotz des unbeständigen Geschäftsklimas könne man auf ein weiteres positives Jahr zurückblicken, heisst es zum Geschäftsgang. Bei gestiegenen Investitionen in künftiges Wachstum seien hohe Margen erzielt worden. Im vierten Quartal sei zudem eine Verbesserung der Marktverhältnisse eingetreten, was zu einem hohen Auftragseingang im Quartal geführt habe. Während das Geschäft in Europa und China rückläufig gewesen sei, hätten Nordamerika und der Rest Asiens ein robustes Wachstum verzeichnet.

AUSSCHÜTTUNGSQUOTE BLEIBT AUF HOHEM NIVEAU

Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT verbesserte sich im Gesamtjahr um 5,5% auf 55,8 Mio CHF und die entsprechende Marge um 90 Basispunkte auf 21,1%. Der Reingewinn zog um 2,5% auf 44,6 Mio CHF an. Als Dividende soll zum Vorjahr unverändert ein Betrag von 35 CHF ausbezahlt werden, was mit einer Ausschüttungsquote von knapp 90% der Dividendenpolitik entspricht, deutlich mehr als 50% des konsolidierten Reingewinns auszuschütten.

Mit den Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen, entsprechend der unerwarteten Erholung im vierten Quartal. Allein im Schlussquartal zog der Auftragseingang um über 14% an, wobei beide Segment zweistellige Wachstumsraten aufwiesen. Der Umsatz erhöhte sich immerhin um über 6% und der EBIT um knapp 15%.

Von den beiden Segmenten verzeichnete das grössere Industriesegment im Gesamtjahr einen leichten Umsatzrückgang um 0,4% auf 214,3 Mio CHF. Der hohe Auftragseingang und die Book-to-bill-ratio von über 1 seien indes ein Hinweis auf eine zunehmende Dynamik. Mit einem Umsatzanteil von 30% sei China das wichtigste Land geblieben, hier ergab sich allerdings ein Minus der Verkäufe von 4%. Ebenso stark schrumpfte der Umsatz in Europa, wogegen sich in Nordamerika (+11%) und dem Rest Asiens (+8%) sehr solide Wachstumsraten ergaben. Die EBIT-Marge wurde trotz des nur knapp gehaltenen Umsatzes um 50 Basispunkte auf 20,5% ausgebaut.

Eine konjunkturelle Erholung hat sich in diesem Segment insbesondere im Antriebs- und Schweissgeschäft gezeigt. Aber auch im Öl- und Gasgeschäft habe sich die Nachfrage erholt, während die Maschinen- und Automatisierungsindustrie kontinuierlich gewachsen sei. Das Geschäftsfeld 'Erneuerbare Energien und Stromversorgung' zeigte sich mit seiner Abhängigkeit von lokalen Regierungsentscheiden volatil und setzte weniger um als im Vorjahr, ebenso das Hochpräzisionsgeschäft und das Traktionsgeschäft, welches von der geringen Investitionstätigkeit in neue Bahninfrastruktur gebremst wurde.

AUTOMOBILSEGMENT WÄCHST KRÄFTIG

Im kleineren Automobilsegment kletterte der Umsatz dagegen um gut 8% auf 50,2 Mio CHF, dies vor allem dank einem starken Wachstum in Europa und Asien. Entsprechend zog auch die EBIT-Marge auf 23,5% um über 2 Prozentpunkte an. Nebst dem Volumeneffekt seien dafür auch ein günstiger Produktemix sowie die effiziente Organisation verantwortlich.

Für das Geschäftsjahr 2017/18 macht das Unternehmen keine konkreten Prognosen. In den wichtigsten Regionen seien ermutigende Wirtschaftssignale und eine verstärkte Investitionstätigkeit der Kunden zu sehen, heisst es aber. Daher sei mit einer positiven Dynamik im Industriesegment zu rechnen. Das Wachstum im Geschäft mit umweltfreundlichen Autos werde sich vermutlich fortsetzen.

Obwohl sich die Wechselkurssituation beruhigt habe, bleibe aber der starke Schweizer Franken eine Herausforderung und die Anpassung der globalen Organisation somit ein wichtiges Thema.

Zu Handen der GV wird Werner Carl Weber zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Er ist Gründungspartner der Anwaltskanzlei Weber Schaub & Partner und Vertreter von Lems grösstem Teilhaber Wemaco Invest.

cf/rw

(AWP)