Lem steigert im ersten Quartal Gewinn- und Umsatz - Zurückhaltend für Gesamtjahr

(durchwegs ergänzt)
11.08.2016 08:28

Fribourg (awp) - Die Lem-Gruppe hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 (per 30.06.) zwar einen höheren Umsatz und Gewinn erzielt. Mit Blick nach vorne bleibt das Unternehmen dennoch zurückhaltend.

Im ersten Quartal verbesserte sich der Umsatz um 8,7% auf 66,9 Mio, wie der Hersteller von Elektronik-Komponenten mitteilte, wechselkursbereinigt betrug das Umsatzplus 6,1%. Der Auftragseingang nahm gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,2% auf 65,2 Mio CHF zu, wobei die Book-to-bill-Ratio auf 0,97 nach 0,99 im Vorjahr fiel. "Wir weisen in allen regionalen Märkten Umsatzwachstum aus", erklärte CEO François Gabella in der Medienmitteilung.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT kletterte derweil um knapp 28% auf 13,4 Mio, die Marge zog damit auf 20,0% (VJ 17,1%) an. Und unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 10,8 Mio, was einem Zuwachs um 21% entspricht.

Mit den Kennzahlen hat die Lem-Gruppe die Vorgaben der Analysten beim Umsatz leicht übertroffen, beim EBIT aber verfehlt. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurde ein Umsatz von 66,2 Mio CHF erwartet, beim EBIT beliefen sich die Schätzungen auf 13,9 Mio.

STABILES WACHSTUM

Im Industriesegment wurde im Jahresvergleich ein Umsatzplus von 5,4% auf 54,9 Mio CHF verbucht, wechselkursbereinigt resultierte eine Zunahme von 2,8%. Die EBIT-Marge betrug dabei 19,4% und lag damit über dem Vorjahreswert von 17,6%. Die Kunden bekundeten wachsendes Interesse an einer Entwicklungsunterstützung durch LEM, heisst es dazu unter anderem weiter.

Während sich der Absatz in China um 7% zurückbildete, verbuchten alle anderen Absatzmärkte höhere Umsätze. So zog der Umsatz in Asien ohne China um 20% an, in Europa um 10% und in Nordamerika um 9%. Asien war mit einem Umsatzanteil von 49% der wichtigste regionale Markt (China allein 31%), gefolgt von Europa (39%) und Nordamerika (12%).

Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich dabei unterschiedlich: Das Antriebs- und Schweissgeschäft sowie das Hochpräzisionsgeschäft wuchsen um 18% bzw. 26%. Im Bereich erneuerbare Energien und Stromversorgungen bildete sich der Absatz jedoch um 6% zurück, im Traktionsgeschäft fiel er um 7%.

KUNDEN AUF DER VORSICHTIGEN SEITE

Im Automobilbereich wiederum resultierte ein Wachstum von 27% auf 12,0 Mio CHF (wechselkursbereinigt 24,2%). Mit 23% überstieg die EBIT-Marge den Vorjahreswert von 14,4% deutlich. Lem habe in allen Regionen höhere Aktivität und Umsatzwachstum verzeichnet, heisst es. So betrug das Umsatzwachstum im China 36%, in Asien ohne China 73%, in Europa 24% und in Nordamerika 6%. Während der Umsatz im Geschäft umweltfreundliche Automobile nach oben schnellte (+150%), war die Entwicklung im Bereich herkömmliche Automobile vergleichsweise stabil (+2%).

Für das Gesamtjahr bleibt die Gruppe dennoch zurückhaltend. Man verzeichne eine zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit, so dass Kunden langfristige Aufträge zu vermeiden versuchten, heisst es. Auch die Wechselkursvolatilität bleibe nach wie vor sehr hoch. Einen konkreten Ausblick gibt das Unternehme nicht ab.

pen/uh

(AWP)