Leonteq-CEO: Haben Partnerschaften in Vergangenheit teils zu früh angekündigt

Zürich (awp) - Leonteq ist nach der überraschend geplatzten Partnerschaft mit DBS in Singapur nicht untätig geblieben. "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende Jahr weitere Partner ankündigen werden", sagte CEO Jan Schoch in einem Interview mit AWP anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen.
21.07.2016 08:11

Derzeit sei das Unternehmen mit mehr als 25 potentiellen neuen Partnern im Gespräch. Zusammen mit den bestehenden sieben sei man zuversichtlich, das Ziel von 30 Partnerschaften bis 2020 zu erreichen, so Schoch.

Aus der geplatzten Partnerschaft mit DBS, die am Markt sehr negativ aufgenommen wurde, habe das noch junge Unternehmen gelernt. "Unsere Kommunikationsstrategie ist konservativer geworden." Zuvor seien Partnerschaften teilweise zu früh angekündigt worden. Neue Partner würden mittlerweile erst kommuniziert, wenn Transaktionen starten und Kooperationsvereinbarungen unterschrieben sind, so der Unternehmenschef. Deswegen würde er heute auch keine Namen nennen.

Als Folge der negativen Schlagzeilen hat sich der Leonteq-Aktienkurs seit Anfang Jahr mehr als halbiert und seit den Höchstwerten im Sommer 2015 um 70% verloren. Dennoch betont Mitgründer Schoch, dass das Geschäftsmodell von Leonteq völlig intakt sei. Die Aktie sei "immerhin noch dreimal so hoch bewertet wie zur Zeit des Börsengangs", was nicht einmal vier Jahre her ist. "Es gibt nicht viele Aktien, die netto so performt haben." Aber natürlich sei der Rückgang "schmerzhaft".

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst von AWP zu lesen)

ys/gab

(AWP)