Leonteq-VRP Vincenz stellt sich zur Wiederwahl - Zwei unabhängige VR an GV 2018

An der ordentlichen Generalversammlung von Leonteq stellen sich alle Mitglieder des Verwaltungsrats für eine Amtsdauer von einem Jahr zur Wiederwahl. Der Verwaltungsrat schlägt zudem erneut die Ernennung von Pierin Vincenz als Präsidenten des Verwaltungsrats vor, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die kürzlich bekanntgegebene Absicht, zwei zusätzliche unabhängige Verwaltungsratsmitglieder zu nominieren, betreffe hingegen erst künftige Wahlen.
28.02.2017 08:50

Nachdem der auf strukturierte Produkte spezialisierte Finanzdienstleister im zweiten Halbjahr 2016 in die roten Zahlen gerutscht war, wurden mit der Zahlenvorlage am 9. Februar Massnahmen angekündigt. Um die Effizienz und die Verantwortlichkeit des Managements zu stärken, beschloss der Verwaltungsrat zum einen mit sofortiger Wirkung die Verkleinerung der Geschäftsleitung von elf auf sechs Mitglieder. CEO Jan Schoch beantragte dem Verwaltungsrat zudem, zu gegebener Zeit aus dem Kreis der fünf Geschäftsleitungsmitglieder einen stellvertretenden CEO zu ernennen, damit er sich hauptsächlich auf neue Geschäfte und die Beziehungen den wichtigsten Partnern und Kunden konzentrieren kann.

Zeitgleich wurde auch der Prozess eingeleitet, die Unabhängigkeit und Diversität des Verwaltungsrats zu stärken. In diesem Zusammenhang beabsichtigt der Verwaltungsrat bis zur Generalversammlung 2018 zwei zusätzliche unabhängige Mitglieder zu berufen, womit die Gesamtzahl der Verwaltungsratsmitglieder von sieben auf neun ansteigen wird. Die Bankengruppe Raiffeisen, die 30% an Leonteq hält, unterstützt dies, indem sie auf ihr Anrecht auf einen zweiten Sitz im Gremium (gemäss Aktionärsbindungsvertrag mit den Gründungspartnern) verzichtet.

NOMINATIONSAUSSCHUSS INSTALLIERT

Am Dienstag heisst es zudem weiter, der Verwaltungsrat schlage der Generalversammlung am 23. März 2017 zwei Statutenänderungen vor. Der Vergütungsausschuss soll zusätzlich die Verantwortung für die Nominierung neuer Mitglieder des Verwaltungsrats sowie der Geschäftsleitung übernehmen und folglich zu einem Nominations- und Vergütungsausschuss werden.

Ausserdem soll das verbleibende genehmigte Kapital gelöscht werden. Und als allgemeiner Grundsatz der Unternehmenspraxis soll die Ermächtigung zur Erhöhung des Aktienkapitals bis zum 22. März 2019 im gleichen Maximalbetrag von 3 Mio CHF in vollständig zu liberierenden Namenaktien erneut erteilt werden. Der Verwaltungsrat beabsichtige derzeit nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

pr/ys/rw

(AWP)