Lifewatch steigt aus INR-Geschäft aus und hat Schadenersatzklage am Hals

Das Medizinaltechnik-Unternehmen Lifewatch zieht sich per 20. Februar 2017 aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Markt für Blutgerinnungsmessung (INR-Markt) zurück. Lifewatch war erst im November 2015 mit dem Kauf der amerikanischen Flexlife Health in den Bereich Fernüberwachungsdienstleistungen für Gerinnungsmessungen eingestiegen.
09.01.2017 18:20

Wie Lifewatch am Montagabend mitteilte, haben nun am 5. Januar 2017 die Verkäufer von Flexlife eine Schiedsgerichtsklage gegen das Unternehmen eröffnet. So habe Lifewatch laut Klage die Bedingungen des Kaufvertrages verletzt; gefordert werden nun 5,5 Mio USD Schadenersatz.

Lifewatch streitet diese Behauptung in der Mitteilung "vehement" ab und will den gefällten strategischen Entscheid "energisch" weiterverfolgen. Man behalte sich zudem alle rechtlichen Optionen offen, inklusive die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegenüber den Verkäufern.

ra/uh

(AWP)