Linde-Fusionspartner Praxair mit Umsatzrückgang - Gewinn sinkt ebenfalls leicht

Linde-Fusionspartner Praxair hat 2016 mit dem starken Dollar und niedrigeren Preisen für Gas gerungen. Der Umsatz ging im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar zurück, wie der Konzern am Donnerstag in Danbury mitteilte. Bereinigt um die Sondereffekte wäre der Erlös leicht gestiegen. Unter dem Strich verdiente der Gaskonzern Praxair mit 1,5 Milliarden Dollar etwas weniger als das Jahr davor. Dennoch will der Konzern die Dividende im laufenden Jahr das 24. Jahr in Folge erhöhen.
26.01.2017 13:12

Linde und Praxair hatten im Dezember im zweiten Anlauf eine Fusion unter Gleichen angekündigt, nachdem dies im September im ersten Versuch noch gescheitert war. Mitte Januar hatte Linde-Vorstandschef Aldo Belloni mitgeteilt, dass der angestrebte Zusammenschluss mit dem amerikanischen Gasekonzern Praxair nicht mehr im laufenden Quartal über die Bühne gehen wird.

"Die Verhandlungen werden sich noch einige Monate hinziehen", erklärte er in einem Rundbrief an die Mitarbeiter, den die Deutschen Presse-Agentur erhalten hatte. Die Arbeitsgruppenleiter hätten sich Anfang Januar in New York zum ersten Mal getroffen, in einer "sehr guten, konstruktiven Atmosphäre". Die im Dezember vereinbarten Eckpunkte entscheidungsreif auszuarbeiten, werde einige Zeit dauern, da viele Details diskutiert werden müssten, erklärte Belloni. Zunächst gehe es vor allem um formale Fragen. Erst danach werde über Details der Integration gesprochen.

Praxair-Chef Steve Angel soll Vorstandschef des neuen Konzerns werden und die Geschäfte aus den USA leiten. Den 8000 deutschen Linde-Beschäftigten garantiert Linde im Fall einer Fusion eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2021. Beobachter erwarten spürbare Auflagen der Kartellbehörden. Zusammen würden Linde und Praxair Weltmarktführer im Industriegase-Geschäft./zb/stk

(AWP)