Linde senkt Annahmequote für Praxair-Fusion

Der Münchener Gasekonzern Linde hat kurz vor Fristende die Hürde für den Zusammenschluss mit dem US-Konzern Praxair gesenkt. Die Mindestannahmequote für den Aktientausch liege jetzt bei 60 Prozent, teilte Linde am Montag in München mit. Zuvor hatte die Annahmequote bei 75 Prozent gelegen. Aufgrund der geänderten Angebotsunterlagen verlängere sich die Annahmefrist für das Tauschangebot gleichzeitig um zwei Wochen (7. November). Die Fusion beider Konzerne soll wie geplant Ende 2018 vollzogen sein.
23.10.2017 11:04

Im Zuge des Deals sollen die Anteilseigner pro eingereichter Linde-Aktie 1,54 Papiere der neuen Dachgesellschaft erhalten. Anfang Juni hatte der Linde-Aufsichtsrat die Fusion mit Praxair besiegelt. Die meisten Arbeitnehmervertreter hatten dagegen gestimmt. Bis kurz vor Fristende hätten die Linde-Aktionäre 50,81 Prozent der Aktien bei der neuen Holdinggesellschaft Linde plc eingereicht, hatte Linde am Freitag mitgeteilt.

Mit 27 Milliarden Euro Umsatz, 66 Milliarden Euro Börsenwert und 80 000 Mitarbeitern würde der neue Gasekonzern den französischen Konkurrenten Air Liquide als Weltmarktführer ablösen. Die Linde- und die Praxair-Aktionäre sollen je die Hälfte der Anteile am neuen Konzern bekommen./mne/das

(AWP)