Linde sichert sich neue Quelle für Helium - Vertrag mit Gazprom

Der vor der Fusion mit Praxair stehende Linde -Konzern hat sich eine neue Quelle für Helium gesichert. Linde könne das Edelgas aus der neuen, sich noch im Bau befindlichen Amur-Heliumanlage des russischen Energiekonzerns Gazprom im äussersten Osten Russlands beziehen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Dienstag in München mit. Beide Unternehmen hätten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Linde werde eine "bedeutende Heliummenge" abnehmen, hiess es ohne genauere Angaben. Die ersten Lieferungen sollen voraussichtlich im Jahr 2021 erfolgen.
13.03.2018 11:41

Das Feld Chayandinskoye birgt den Angaben zufolge zusammen mit anderen Ressourcen, die Gazprom in Ostsibirien besitzt, eines der grössten Heliumvorkommen der Welt. Helium wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, zum Beispiel bei der Herstellung und dem Betrieb von medizinischen MRT-Geräten sowie bei der Fertigung von Halbleitern, LCD-Bildschirmen und Glasfaserkabeln. Weltweit gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Heliumquellen, weil das Edelgas nur aus heliumreichen Erdgasquellen wirtschaftlich hergestellt werden kann./mne/tav/jha/

(AWP)