Lindt&Sprüngli steigert EBIT-Marge auf 14,4% - Deutlich höhere Dividende

Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 mehr verdient und erhöht im Einklang damit die Dividende deutlich. Im Ausblick bestätigt der Schokoladen-Hersteller seine langfristigen strategischen Ziele zu Umsatz und EBIT-Marge. Für 2017 wird ein Umsatzwachstum im Rahmen des Vorjahres und eine verbesserte operative Marge erwartet.
07.03.2017 07:15

Der Betriebsgewinn (EBIT) legte im Berichtsjahr um 8,4% auf 562,5 Mio CHF zu, der Reingewinn um gut 10% auf 419,8 Mio. Entsprechend ergibt sich eine im Vergleich zum Vorjahr höhere EBIT-Marge von 14,4% (VJ 14,2%) bzw. eine Reingewinnmarge von 10,8% (10,4%), wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung angesichts der Zahlen die Ausschüttung einer um 10% höheren Dividende von 880 CHF pro Namenaktie (300 CHF aus verrechnungsfreier Agio-Ausschüttung und 580 CHF aus Bilanzgewinn) bzw. 88,00 CHF pro PS.

Das Unternehmen lag mit den vorgelegten Zahlen minim unter dem Konsens. Analysten prognostizierten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen EBIT von 566,4 Mio (Marge 14,5%) sowie einen Reingewinn von 423,6 Mio CHF. Die Dividende für den PS wurde bei 89,00 vorausgesagt.

Die Verkaufszahlen sind seit Mitte Januar bekannt: Der Gruppen-Umsatz stieg um 6,8% auf 3,90 Mrd CHF, organisch waren es +6,0%. Der leichte positive Währungseffekt von 0,8% war vor allem auf den stärkeren US-Dollar zurückzuführen. Das Wachstum ohne Russell Stover lag bei +7,4%. Das Gruppen-Wachstum hat sich im zweiten Halbjahr deutlich beschleunigt auf +7,0% von +4,4% im ersten Semester. Abverkäufe an Weihnachten seien von den Kunden generell als positiv bewertet worden und hätten deutlich über dem Vorjahr gelegen, hiess es dazu im Januar.

2017 WACHSTUM IM RAHMEN DES VORJAHRES

Das Geschäftsergebnis sei besonders erfreulich vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds mit weitgehend stagnierenden und rückläufigen Schokolademärkten, generell verhaltener Konsumentenstimmung verursacht durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten, hohen Rohstoffpreisen und zunehmendem Preisdruck der Handelspartner, heisst es in der heutigen Mitteilung weiter.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich der Konzern weiter optimistisch und bestätigt das langfristige organische Wachstumsziel von 6-8% kombiniert mit einer jährliche Erhöhung der EBIT-Marge um 20-40 Basispunkte. Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die Gruppe ein Umsatzwachstum, das weitgehend im Rahmen des Vorjahres (6,0%) liegen wird und eine wiederum steigende operative Gewinnmarge.

uh/gab

(AWP)