LLB haftet in Grossbritannien für Mitarbeiter-Fehlverhalten mit

Die Liechtensteinische Landesbank muss für das Fehlverhalten eines ehemaligen Mitarbeitenden der inzwischen geschlossenen LLB (Schweiz) AG in England aus dem Jahr 2011 einstehen. Ein Londoner Gericht habe erstinstanzlich ein Fehlverhalten des früheren LLB-Kundenberaters bejaht und entschieden, dass die Bank für den von ihm verursachten Schaden über rund 10 Mio EUR zuzüglich Zinsen und Kosten mithafte, wie die LLB am Freitag mitteilte. Die Bank geht aber davon aus, dass der Schaden von der Versicherung gedeckt ist.
06.10.2017 14:48

Die LLB Verwaltung (Schweiz) AG als Abwicklungsgesellschaft der LLB (Schweiz) AG war Anfang 2015 in England eingeklagt worden. Die Kläger waren bei einem Investitionsprojekt - das nicht in Zusammenhang mit der LLB stand - um ihr Geld betrogen worden und machten in diesem Zusammenhang ein Fehlverhalten des damaligen LLB-Kundenberater geltend. Die Bank hafte nach britischem Recht mit, auch wenn kein Fehlverhalten ihrerseits vorliege, sagte ein LLB-Sprecher am Freitag.

Das Urteil ist laut LLB noch nicht rechtskräftig. Die Erhebung von Rechtsmitteln werde geprüft.

Die liechtensteinische Bankengruppe hatte die LLB (Schweiz) AG Ende 2013 geschlossen. Für die Abwicklung der Schweizer Bankentochter wurde damals die LLB Verwaltung (Schweiz) AG gegründet.

tp/uh

(AWP)