Löhne steigen 2018 gemäss UBS-Umfrage um durchschnittlich 0,7 Prozent

Das Lohnniveau in der Schweiz dürfte 2018 steigen. Zu diesem Schluss kommt die UBS aufgrund ihrer alljährlichen Lohnumfrage. Demnach dürfte sich der durchschnittliche nominale Lohnanstieg auf 0,7 Prozent belaufen. Aufgrund der voraussichtlichen Teuerung von 0,6% dürften die Reallöhne damit aber beinahe stagnieren, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.
26.10.2017 13:12

Für die Lohnprognose befragte die UBS 341 Unternehmen. Der von diesen erwartete Nominalanstieg von durchschnittlich 0,7% liegt auf der Höhe der Lohnanpassung im laufenden Jahr. Da die UBS fürs nächste Jahr aber von einer etwas höheren Teuerung ausgeht, fällt das Reallohnwachstum 2018 auf 0,1% zurück. 2017 betrug dieses noch 0,2%.

Kaum mit Lohnerhöhungen zu rechnen ist in der Medienbranche. Dort spricht die UBS von einer Nullrunde. Ebenfalls nicht mit der erwarteten Teuerung mithalten können die Nominallohnerhöhungen gemäss UBS-Umfrage aber auch in der Material- und Baustoffbranche, im Baugewerbe, im Autogewerbe, in der Konsumgüterindustrie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Detailhandel.

In der Chemie- und Pharmabranche, im Maschinenbau, der Elektroindustrie und im Grosshandel dagegen dürfen Angestellte nächstes Jahr mit einer nominalen Salärerhöhung von einem Prozent und folglich mit einem realen Plus von 0,4% rechnen. Gleiches gilt auch für die Informatik- und Telekombranche, den Tourismus und den öffentlichen Sektor.

Der erwartete Reallohnanstieg scheine niedrig, schreibt die UBS. Als Grund dafür nennt sie die Lohnpolitik der letzten Deflationsjahre. Damals hätten die Unternehmen von Lohnsenkungen abgesehen, weshalb sie nun auch mit einer starken Erhöhung zögern.

TIEFE ARBEITSLOSENQUOTE BLEIBT

Die befragten Unternehmen erwarten zudem eine nochmalige Verbesserung der wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz. Fast drei Viertel rechnen für 2018 mit einem moderaten Aufschwung. Ähnlich optimistisch sehen sie auch die Entwicklung der Arbeitslosenquote: Während vor einem Jahr noch gut ein Viertel der Firmen mit einer steigenden Arbeitslosenquote rechnete, erwarten nun lediglich 11% einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr 2018 und knapp ein Fünftel sogar einen Rückgang.

jr/tp

(AWP)