Logitech steigert sich im Schlussquartal 2016/17 und übertrifft Ziele

(Mit weiteren Angaben, unter anderem Aussagen des CEO, ergänzt) - Logitech hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende März) den Umsatz und den Gewinn gesteigert und damit die eigenen Ziele sowie die Prognosen der Analysten übertroffen. Neue Produkte wie mobile Lautsprecher, aber auch herkömmliche wie PC-Mäuse und Tastaturen trugen dazu bei. An der Prognose für das neue Geschäftsjahr 2017/18 hält das Management fest.
26.04.2017 08:48

"Unser Wachstum ist breit abgestützt", freut sich Logitech-CEO Bracken Darrell im Gespräch mit AWP über die Zahlen. Alle Regionen und fast alle Produktkategorien hätten zugelegt.

Konkret nahm der Umsatz im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2016/17 um 15% auf 496,2 Mio USD zu. In Lokalwährungen hätte das Wachstum sogar 17% betragen, wie der Hersteller von Computerzubehör und Unterhaltungselektronik am Mittwoch mitteilt.

AUCH PC-PRODUKTE GEFRAGT

Bei den einzelnen Produktkategorien stechen die einfachen Videokonferenzsysteme (+70%) und mobilen Lautsprecher (+61%) heraus. Für die Videokonferenz-Produkte interessieren sich laut CEO Darrell zunehmend auch Grosskonzerne, denen die herkömmlichen Systeme zu teuer seien. Bei den mobilen Lautsprechern machten sich unter anderem Produktlancierungen bemerkbar.

Im Unterschied zum Vorquartal wurde Logitech nun nicht mehr von Lieferengpässen bei der übernommenen Firma Jaybird gebremst: Angebot und Nachfrage seien wieder in einer Balance, so Darrell. Jaybird, das auf Bluetooth-Kopfhörer spezialisiert ist, steuerte im Quartal 3 Prozentpunkte zum gesamten Wachstum bei.

Die traditionellen Produktkategorien PC-Mäuse und -Tastaturen, die noch immer fast die Hälfte zum Umsatz beisteuern, trugen mit +4% und +12% ebenfalls zum Wachstum bei.

Auf der anderen Seite harzte einzig der Absatz von Tablet-Zubehör (-45%). Das Unternehmen verweist auf die schwierige Vergleichsbasis. CEO Darrell bleibt gleichwohl auch für diesen Bereich optimistisch.

Was die Regionen betrifft, vermochte sich Amerika um 30% zu steigern, Asien um 11% und Europa um 7%.

HOHE BRUTTOMARGE

Der Bruttogewinn (non-GAAP) nahm derweil um 30% auf 185,6 Mio USD zu und die entsprechende Marge kam bei 37,4% nach 33,1% zu liegen. Die Fortschritte erklärt der CEO mit dem Ausstieg aus dem OEM-Geschäft im vergangenen Jahr, einem Kostensenkungsprogramm und attraktiven neuen Produkten. Am Ziel einer Marge von 35-37% will der CEO trotz des höheren Wertes vorläufig nicht rütteln.

Der EBIT (Non-GAAP) stieg gleichzeitig um 61% auf 36,1 Mio USD und der Reingewinn (Non-GAAP) um 52% auf 35,0 Mio USD.

IM GESAMTJAHR ÜBER PROGNOSE

Im gesamten Jahr 2016/17 erzielte Logitech einen 9% höheren Umsatz von 2,21 Mrd USD. Das Umsatzplus im Retailgeschäft, auf das sich das Unternehmen inzwischen voll konzentriert, kam bei 14% (in LW) zu liegen und damit leicht über dem vom Management angepeilten Wert von 12-13%.

Der EBIT nahm im Gesamtjahr um ein Drittel auf 237,9 Mio CHF zu. Das Management hatte 225-230 Mio USD in Aussicht gestellt. Unter dem Strich verdiente der Konzern im Gesamtjahr 218,5 Mio nach 162,4 Mio USD im Vorjahr (non-GAAP, fortgeführtes Geschäft) rsp. 191,5 Mio nach 119,3 Mio USD.

Im Ausblick auf das neue Geschäftsjahr hält das Unternehmen an den im März veröffentlichten Zielen fest. Demnach strebt das Management ein Umsatzplus im hohen, einstelligen Prozentbereich sowie einen operativen Gewinn von 250 bis 260 Mio USD an.

ANALYSTENERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN

Mit den vorgelegten Quartals- und Jahreszahlen hat Logitech die durchschnittlichen Schätzungen (AWP-Konsens) der Analysten durchs Band deutlich übertroffen. In ersten Kommentaren ist denn auch von einem starken Schlussquartal die Rede.

Die Guidance für das neue Jahr wird zum Teil als eher konservativ kommentiert. "Die Story, dass Logitech die Ziele regelmässig übertrifft und die Guidance anheben muss, dürfte im laufenden Jahr wahrscheinlich weitergehen", folgert daher der Analyst von Baader Helvea.

rw/cf

(AWP)