Lufthansa legt zum Sommerbeginn weiter zu - Air-Berlin-Jets helfen

(Ausführliche Fassung) - Die Lufthansa hat mit der Übernahme von Brussels Airlines und vieler Air-Berlin-Jets im ersten Halbjahr kräftig zugelegt. Für das erste Halbjahr steht ein Passagierplus von 17 Prozent auf fast 60 Millionen Fluggäste zu Buche. Im Sommermonat Juni zählte der Dax-Konzern mit knapp 12 Millionen Fluggästen sogar 18 Prozent mehr mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Dabei verkauften alle Passagierfluglinien des Konzerns mehr Tickets - und die Preise stiegen.
11.07.2017 14:19

Die Lufthansa-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Am frühen Nachmittag baute sie ihre Kursgewinne aus und lag zuletzt mit 0,9 Prozent im Plus bei 20,58 Euro im vorderen Bereich des Dax .

Die belgische Brussels Airlines gehört erst seit Anfang 2017 komplett zum Konzern. Und für die Billigmarke Eurowings gehen seit Februar immer mehr Jets an den Start, die die Gesellschaft samt Besatzung von der kriselnden Rivalin Air Berlin gemietet hat.

Neben dem Flottenwachstum gelang es der Lufthansa aber auch, ihre Maschinen besser zu füllen. Die Auslastung der Jets verbesserte sich im ersten Halbjahr konzernweit um 2,7 Prozentpunkte auf 79,0 Prozent. Im reisestarken Juni lag sie mit 82,8 Prozent 2,6 Punkte höher als ein Jahr zuvor.

Auch im lange gebeutelten Frachtgeschäft geht es aufwärts. Konzernweit legte die Verkehrsleistung in den ersten sechs Monaten um 7,1 Prozent zu. Im Juni lag sie sogar 8,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Zudem waren die Frachträume besser gefüllt.

Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber hatte bereits vergangene Woche von einer sehr guten Geschäftsentwicklung berichtet, nachdem das Unternehmen für das Gesamtjahr bisher offiziell noch mit einem operativen Verlust rechnet. Der Lufthansa-Konzern will seine Halbjahresbilanz am 2. August vorlegen. Bisher geht Vorstandschef Carsten Spohr von einem operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) leicht unter dem Vorjahreswert von 1,75 Milliarden Euro aus. Analysten erwarten jedoch bereits rund 1,9 Milliarden Euro./stw/nas/jha/

(AWP)