Lufthansa streicht mehr Führungsjobs - Gute Nachfrage aus USA und China

Die Lufthansa streicht mehr Stellen im Management als bisher geplant. Statt der geplanten 15 Prozent dürften nun eher an die 19 Prozent der Führungspositionen wegfallen, sagte Vorstandschef Carsten Spohr bei der Generalversammlung des Weltluftfahrtverbands IATA im mexikanischen Cancún. Auch vom laufenden Geschäft zeigte sich der Manager positiv überraschend. Die Nachfrage in den USA und China sei besser als gedacht. Die Terroranschläge in Grossbritannien wirkten sich bisher nicht auf die Buchungen aus.
06.06.2017 11:25

Ob die Nachfrageentwicklung die Gewinnprognose des Dax -Konzerns nach oben treiben könnte, wollte Spohr nicht sagen. Bisher geht die Lufthansa-Führung davon aus, dass der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) des Konzerns in diesem Jahr etwas unterhalb der 1,75 Milliarden Euro aus dem Vorjahr liegt. Die IATA hatte ihre Gewinnprognose für Fluggesellschaften weltweit am Montag von 29,8 auf 31,4 Milliarden US-Dollar für 2017 angehoben. Das ist aber weniger als die 34,8 Milliarden aus dem Vorjahr.

Einer Übernahme der vor dem Aus stehenden italienischen Fluggesellschaft Alitalia erteilte Spohr erneut eine Absage. Er denke aber darüber nach, bei einer Insolvenz von Alitalia Start- und Landerechte sowie Flugzeuge der einstigen Staatsfluglinie zu übernehmen. Alitalia steht nach einem gescheiterten Sanierungsplan unter Sonderverwaltung und sucht händeringend nach einem Käufer./stw/mne/fbr

(AWP)