Lufthansa-Tochter Eurowings Europe hebt Flugbegleiter-Gehalt auf 1700 Euro

Die österreichische Lufthansa-Tochter Eurowings Europe hebt das Einstiegsgehalt für die Flugbegleiter von 1500 auf 1700 Euro brutto im Monat. Das ist eines der Ergebnisse der abgeschlossenen Kollektivvertragsverhandlungen. Mehr als zwei Jahre lang hatten Firmenführung und Gewerkschaft über einen Tarifvertrag verhandelt. Am Freitag wurde er unterschrieben.
01.10.2018 12:55

Damit stünden die mehr als 600 Eurowings-Mitarbeiter in Österreich nicht mehr im sozialen Leerraum, erklärte Johannes Schwarcz von der Gewerkschaft Vida am Montag. Eurowings Europe hatte sich zuletzt bereits schwergetan, in Österreich Kabinenpersonal zu finden. Der Billigflieger suchte seit 2017 in Osteuropa, unter anderem in Bulgarien, Rumänien, Slowenien und der Slowakei, nach Flugbegleitern.

Der Kollektivvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. März 2018 und bis Ende 2021 für alle bei Eurowings Europe angestellten Flugbegleiter und Piloten. Bis dahin sind weitere Gehaltserhöhungen vereinbart. Der Vertrag sehe eine Steigerung des Grundgehalts um bis zu 20 Prozent vor, teilte Eurowings mit. Die Mitarbeiter bekommen darüber hinaus Anspruch auf zusätzliche freie Tage. Für das Bodenpersonal von Eurowings Europe soll ein Abschluss im Oktober erreicht sein.

Bei der österreichischen Konkurrentin Laudamotion, die aus der pleitegegangenen Air-Berlin-Tochter Niki hervorging und zu 75 Prozent Ryanair gehört, laufen derzeit ebenfalls Verhandlungen über einen Tarifvertrag. Zuletzt war dem Vernehmen nach ein Abschluss im Oktober in Griffweite./pro/ivn/APA/stw/jha/

(AWP)