LUKB verbessert Gewinn in ersten neun Monaten deutlich

(Ausführliche Fassung) - Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat in den ersten neun Monaten 2017 den Gewinn deutlich gesteigert, wozu alle Geschäftsfelder beigetragen haben. Entsprechend soll auch die Dividende für das Geschäftsjahr erhöht werden. Der bisherige Gewinnausblick auf das Gesamtjahr wird bestätigt.
02.11.2017 08:27

Der Geschäftsertrag stieg insgesamt um 9,2% auf 359,9 Mio CHF und der Geschäftserfolg um über 10% auf 173,1 Mio, wie die Bank am Donnerstag mitteilt. Anders als 2016 werde 2017 auf die Auflösung von zweckbestimmten Reserven für allgemeine Bankrisiken verzichtet. Der Reingewinn legte so um knapp 9% auf 148,9 Mio CHF zu. Entsprechend ist auch eine Erhöhung der Ausschüttung um 50 Rappen auf 12,00 Franken pro Namenaktie geplant.

Die Gewinnsteigerung war unter anderem möglich, weil der Aufwand im Vergleich zum Ertrag mit einem Plus von 5,4% auf 169,0 Mio CHF unterproportional zunahm.

ZINSERFOLG WÄCHST KRÄFTIG

Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsgeschäft, erhöhte sich der Erfolg um 7,3% auf 254,7 Mio CHF. Hauptsächliche Treiber für diesen Zuwachs waren die Ausweitung des Geschäftsvolumens, rückläufige Absicherungskosten, ein moderater Wertberichtigungsbedarf sowie Tätigkeiten im Geldmarktbereich.

Der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft kletterte um 8,7% auf 65,0 Mio und derjenige aus dem Handelsgeschäft um 5,9% auf 22,9 Mio. Ein Sprung um über 60% nach oben ergab sich zudem beim übrigen ordentlichen Erfolg, welcher dadurch 17,3 Mio CHF erreichte.

Per Ende des 3. Quartals verwaltete die LUKB Kundenvermögen in der Höhe von 29,55 Mrd CHF oder 1,39 Mrd mehr als per Ende 2016. Diese Zunahme setze sich aus dem akquirierten Nettoneugeld von 848 Mio CHF sowie einer Performance von 546 Mio zusammen.

BISHERIGE PROGNOSE BESTÄTIGT

Die Bilanzsumme der LUKB belief sich per Ende September auf 36,54 Mrd CHF, entsprechend einem Anstieg um 4,8% seit Ende 2016. Die Kundenausleihungen wuchsen dabei um 3,9% auf 27,87 Mrd und die Hypothekarforderungen um 3,8% auf 24,17 Mrd.

Per Ende September wies die Bank eine Gesamtkapitalquote von 16,2% aus und bewegt sich damit innerhalb des strategischen Zielbandes von 14 bis 18%. Unter Berücksichtigung der Innenfinanzierung werde diese Kennzahl per Ende Jahr 2017 wieder ansteigen.

Für das ganze Gesamtjahr 2017 bestätigt die Bank die bisherige Prognose und rechnet unverändert mit einem Konzerngewinn zwischen 192 und 197 Mio CHF. Dabei werde - abhängig vom Wertberichtigungsbedarf - mit einem Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft von 335 bis 345 Mio gerechnet.

cf/dm

(AWP)