LUKB verdient im ersten Halbjahr 2017 mehr und erhöht Gewinnprognose

(Ergänzt um weitere Details) - Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Halbjahr 2017 den Ertrag gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Die Kosten nahmen dagegen nur moderat zu. So resultierte unter dem Strich ein höherer Gewinn. Erfreulich entwickelte sich auch der Zufluss neuer Kundengelder. Das Institut erhöht vor diesem Hintergrund seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr.
22.08.2017 08:15

Der Geschäftsertrag erhöhte sich im ersten Semester um 10,5% auf 236 Mio CHF, wie die LUKB am Dienstag mitteilte. Dazu steuerte der wichtigste Ertragspfeiler, das Zinsengeschäft, einen Nettoerfolg von 169,7 Mio bei, was einer Steigerung von 9,8% entspricht. Der Wertberichtigungsbedarf sei mit 4 Mio (bzw. annualisiert 0,03%) weiter auf einem unverändert tiefen Niveau, schreibt die LUKB dazu.

HÖHERER DEPOTBESTAND TREIBT KOMMISSIONSERFOLG

Hauptsächlich wegen den höheren Depotbeständen stieg der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 8,0% auf 42,9 Mio. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft wiederum nahm um 2,8% auf 13,8 Mio zu. Bei diesem sei der Haupttreiber der Steigerung der Handel mit Devisenprodukten gewesen, heisst es weiter.

Der übrige ordentliche Erfolg legte um 63,2% auf 9,7 Mio zu. Die Steigerung ist primär die Erträge des in den Vorjahren ausgebauten von der LUKB gehaltenen Aktienportefeuilles zurückzuführen.

Der Geschäftsaufwand stieg strategiebedingt von Januar bis Juni insgesamt um 5,9% auf 112,2 Mio CHF an. Dabei nahm der Personalaufwand aufgrund des gestiegenen Mitarbeiterbestands um 6,4% zu, während der Sachaufwand nur um 4,5% zulegte. Die Cost-Income Ratio verbesserte sich dennoch auf 46,7%, nachdem die Kennziffer Ende 2016 noch bei 47,5% gelegen hatte.

GERINGER RÜCKSTELLUNGSBEDARF

Es resultierte ein Geschäftserfolg von 111,9 Mio, was 11,4% mehr als im Vorjahr ist. Nach Abzug eines Rückstellungsbedarfs von 1,5 Mio und eines stabilen Steueraufwands von 15,7 Mio resultierte im ersten Halbjahr ein um 7,9% auf 96,2 Mio gestiegener Konzerngewinn.

Mit diesen Resultaten hat die LUKB die Prognosen der Zürcher Kantonalbank übertroffen.

Die Bilanzsumme nahm gegenüber Ende 2016 um 2,5% auf 35,7 Mrd zu. Die Kundenausleihungen erhöhten sich dabei um 2,4% auf 27,5 Mrd. Davon entfielen 23,8 Mrd auf Hypotheken. Der Bank flossen Nettoneugelder im Umfang von 846 Mio CHF zu, vor Jahresfrist waren es noch 290 Mio CHF gewesen. Die von der LUKB betreuten Kundenvermögen erreichten 29,5 Mrd.

Für den Rest des Jahres zeigt sich das Management zuversichtlich und erhöht seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gegenüber seiner Vorhersage im April um 5 Mio. In einem "weiterhin anspruchsvollen" Negativzinsumfeld stellt die Bank für das Jahr 2017 einen Nettozinserfolg zwischen 335 und 345 Mio (VJ 318,9 Mio) sowie einen Konzerngewinn zwischen 192 und 197 Mio (VJ 186,6 Mio CHF) in Aussicht.

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(AWP)