Lumx rutscht im ersten Halbjahr tiefer in rote Zahlen - Fortschritte bei Kosten

Der Hedgefonds-Anbieter Lumx (früher Gottex Fund Management) hat im ersten Halbjahr 2017 erneut Verlust geschrieben. Unter dem Strich resultierte ein Fehlbetrag nach Minderheiten von 4,1 Mio USD nach 3,5 Mio in der entsprechenden Vorjahresperiode. Davon seien 2 Mio rein auf eine Minderung von immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen, teilte der Vermögensverwalter am Mittwochabend mit.
27.09.2017 18:33

Der Bruttoertrag schrumpfte um 22% auf 7,6 Mio zusammen, nachdem er im Vorjahr bereits massiv - und zwar um rund die Hälfte - eingebrochen war. Die Management-Gebühren verringerten sich dabei um 26% auf 6,4 Mio, während die performanceabhängigen Gebühren stabil entwickelten.

Mit der neuen Einkommensquelle LumRisk, hier bietet das Unternehmen Lösungen im Bereich Risikomanagement an, wurde eine Ertrag von 0,7 Mio USD erwirtschaftet. LumRisk dürfte in der zweiten Jahreshälfte die Gewinnschwelle überschreiten, wie es heisst.

Fortschritte wurden auf der Kostenseite gemacht. So gingen beispielsweise die Personalaufwendungen als der mit Abstand grösste Posten um 15% zurück.

Die Kundenaktiva erhöhten sich seit Jahresbeginn um ein Viertel auf 7,77 Mrd USD am Bilanzstichtag.

Im Ausblick gibt sich der exekutive Verwaltungsratspräsident Arpad Busson optimistisch. Die Bemühungen, die Geschäftstätigkeit anzupassen, die Kosten zu senken und sich auf die Kernkompetenzen zu fokussieren, würden erste Früchte tragen, heisst es. Die Gruppe habe einen Wendepunkt erreicht und zuletzt Schulden abgebaut.

Lumx sieht in ihren Angeboten gutes Wachstumspotenzial. Die Expansion in Europa soll fortgesetzt werden und im kommenden Jahr will man Chancen auf den asiatischen Märkten wie auch im US-Markt nutzen. Die Gruppe sei dabei gut positioniert, um von den aktuellen Anlagetrends profitieren zu können, ist man überzeugt.

cp/mk

(AWP)