Luxusgüterfirma Hermes wächst

Paris (awp/sda/reu) - Der Luxusgüterkonzern Hermes ist trotz der ausbleibenden ausländischen Touristen nach den Terroranschlägen in Frankreich überraschend stark gewachsen.
21.07.2016 11:33

Bereinigt um Währungsschwankungen stieg der Umsatz im zweiten Quartal dank der anhaltenden Konsumlaune der Franzosen und des Auslandsgeschäfts um mehr als acht Prozent, wie der Konkurrent von Branchenprimus LVMH (Louis Vuitton, Bulgari, Christian Dior) am Donnerstag mitteilte.

Analysten hatten lediglich mit einem Plus von rund fünf Prozent gerechnet. Die in Paris notierte Aktie kletterte daraufhin um knapp vier Prozent auf ein Rekordhoch von fast 368 Euro.

Hermes-Chef Axel Dumas warnte angesichts des erneut verlängerten Ausnahmezustands nach dem Anschlag von Nizza mit 84 Toten vor den Folgen für den Tourismus in Frankreich. "Wir sehen keine Verbesserung im Reiseverkehr und werden dies auch nicht sehen, solange wir einen Ausnahmezustand haben, der Kunden davon abhält, zu uns zu reisen", sagte Dumas, dessen Firma für seine 7000 Euro teuren Kelly-Handtaschen und 300 Euro teuren Seidentücher bekannt ist. Branchenkenner gehen davon aus, dass Touristen in Europa rund die Hälfte der Luxusgüter kaufen.

(AWP)