Maersk will nach Übernahme 350 bis 400 Millionen Dollar einsparen

Nach der Übernahme der Reederei Hamburg Süd will der Schifffahrtskonzern Maersk ab 2019 jährliche Einsparungen von 350 bis 400 Millionen US-Dollar realisieren. Die Kosten würden vor allem durch die Integration und Optimierung der Netzwerke und standardisierte Beschaffung sinken, teilte Maersk am Donnerstagabend in Kopenhagen mit.
01.12.2017 11:06

Nach der Zustimmung von 23 verschiedenen Regulierungsbehörden hat Maersk am Freitag offiziell Hamburg Süd übernommen. Damit rückt Arnt Vespermann an die Spitze des Unternehmens, als Nachfolger von Ottmar Gast, der in den Aufsichtsrat wechselt. Für den neuen Eigner Maersk zieht zudem Søren Toft in den Aufsichtsrat ein, der operative Vorstand der Muttergesellschaft.

Maersk hatte vor einem Jahr einen Vorvertrag mit dem vorherigen Eigentümer Oetker über den Erwerb der Hamburg Süd abgeschlossen und im März den Kaufvertrag unterzeichnet. Oetker trennte sich wegen der anhaltenden Schifffahrtskrise von seinem Reederei-Geschäft und damit von mehr als der Hälfte des Konzernumsatzes. Die weltgrösste Reederei zahlte 3,7 Milliarden Euro für Hamburg Süd. Nun werden 105 Schiffe in die Maersk-Flotte integriert, die damit auf 773 eigene und gecharterte Schiffe anwächst. Mit Schiffsraum für 4,15 Millionen Standardcontainer (TEU) hält Maersk nunmehr einen Anteil von 19,3 Prozent der weltweiten Kapazitäten./egi/DP/oca

(AWP)