Manpower-Arbeitsmarktbarometer: Gute Aussichten in der verarbeitenden Industrie

Am Schweizer Arbeitsmarkt wächst der Optimismus, und die Aussichten haben sich weiter aufgehellt. Am zuversichtlichsten zeigt sich laut dem vom Personalvermittler Manpower für das dritte Quartal 2017 erstellten Arbeitsmarktbarometer die verarbeitende Industrie. Aber auch die Arbeitgeber im Bank- und Versicherungswesen sowie im Immobilien- und im Dienstleistungssektor blicken zuversichtlich auf das bevorstehende Quartal.
13.06.2017 08:30

Die saisonbereinigte Netto-Arbeitsmarktprognose von Manpower liegt laut den am Dienstag veröffentlichten Angaben bei +4%. Im Quartalsvergleich ist der Wert damit um 3 Prozentpunkte und im Jahresvergleich um 4 Prozentpunkte angestiegen. Damit habe die Prognose ihren höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht und entspreche genau jener des zweiten Quartals 2015, schreibt Manpower.

Von den insgesamt 753 befragten Arbeitgebern erwarten 88% keine Veränderung ihrer Personalbestände für das dritte Quartal, 7% rechnen mit einem Anstieg und nur 3% mit einem Rückgang. Die übrigen 2% haben sich laut Umfrage noch keine Meinung gebildet.

ZUVERSICHT WÄCHST

"Die Arbeitgeber in der Schweiz scheinen wieder an Zuversicht gewonnen zu haben. Die positiven Beschäftigungsaussichten für das kommende Quartal weisen auf eine Aufheiterung des Wirtschaftsklimas für Unternehmen und Arbeitnehmer hin", kommentiert Leif Agnéus, General Manager von Manpower Schweiz, die Ergebnisse.

In sechs der insgesamt zehn teilnehmenden Wirtschaftssektoren rechnen die Arbeitgeber im Laufe des dritten Quartals insgesamt mit einem Anstieg ihrer Personalzahlen. Dabei erzielt die verarbeitende Industrie (+11%) die höchste Netto-Arbeitsmarktprognose und ihren besten Wert seit dem ersten Quartal 2009. Dagegen stellen die Arbeitgeber im Handel (-8%) die tiefsten Prognosen.

Im Quartalsvergleich weist der Sektor Verkehr und Nachrichtenwesen den stärksten Anstieg auf (+10 Prozentpunkte); im Jahresvergleich ist dies der Sektor Service public und Sozialwesen (+14 Prozentpunkte). Den erheblichsten Wertverlust im Quartalsvergleich wurden aus dem Sektor Bergbau und Rohstoffgewinnung (-14 Prozentpunkte) gemeldet; die grössten Einbussen im Jahresvergleich hingegen stammen aus dem Baugewerbe (-8 Prozentpunkte).

ZUNAHME IN DER ZENTRALSCHWEIZ

Nach Regionen betrachtet rechnen für das kommende Quartal die Arbeitgeber in fünf der insgesamt sieben Regionen mit positiven Beschäftigungsaussichten. Die Zentralschweiz (+18%) erreicht das höchste Resultat sowie den stärksten Zuwachs im Quartals- wie Jahresvergleich (+29 bzw. +21 Prozentpunkte). Zürich (+6%) liegt bei den Aussichten das siebte Quartal in Folge im positiven Bereich. Im Espace Mittelland (-5%) zeigen sich die Arbeitgeber dagegen am pessimistischsten.

mk/ys

(AWP)