Markt: U-Blox sacken nach Zahlen und gesenktem Ausblick ab

Die Aktien von U-Blox reagieren mit deutlichen Abgaben auf die Zahlen für das erste Semester und den gesenkten Ausblick für das Gesamtjahr. Analysten verweisen auf das schwächere Geschäft in Asien und insbesondere China. Der Handelsstreit zwischen der Volksrepublik und den Vereinigten Staaten hat das Geschäft offenbar belastet.
24.08.2018 09:58

Um 09.18 Uhr verlieren U-Blox Namen 15,5 Prozent auf 157,70 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert hingegen 0,1 Prozent über dem Schlussstand vom Donnerstag. Händlern zufolge freuen sich insbesondere Leerverkäufer über den Rückschlag.

Der Umsatz habe unter seinen Erwartungen gelegen, schreibt der Analyst von Baader Helvea. Dies, sowie die Guidance-Senkung würden belastend wirken. Der Investment-Case von U-Blox sei abhängig von Wachstumsraten, die über der allgemeinen Marktentwicklung liegen. Die Stimmung der Investoren dürfte solange belastet bleiben, bis das Unternehmen im zweiten Halbjahr wieder zu zweistelligen Wachstumsraten zurückfinde, heisst es weiter. Baader Helvea bewertet die Aktien mit "Buy" bei einem Kursziel von 218 Franken.

Bei Vontobel werden Umsatz und EBIT deutlich tiefer als erwartet gewertet. Während das Unternehmen weiterhin viel in seine technologische Führungsposition investiere, entwickeln sich die Endmärkte insgesamt langsamer als erwartet, heisst es. Er werde die EBIT-Prognose um 10 bis 15 Prozent reduzieren müssen, schreibt der Analyst. Die Bewertung lautet "Hold" und das Kursziel wird geprüft.

Das von u-Blox ausgewiesene operative Ergebnis lag rund 8 Prozent unter den Markterwartungen, schliesst sich der ZKB-Analyst in der Bewertung an. Getrieben sei die Entwicklung unter anderem von einem Einbruch in China, wo sich der Handelskrieg offenbar bemerkbar machte. Hier lautet das Anlageurteil "Marktgewichten".

Händlern zufolge spielt der schwache Zahlenkranz von U-Blox insbesondere auch den Leerverkäufern in die Hände. Marktteilnehmer zitieren Erhebungen, wonach Ende Juli Wetten in Höhe von 12 Prozent der ausstehenden Aktien gegen den Hersteller von Navigationschips liefen.

yr/ra

(AWP)