Maschinenbauer Gea blickt etwas optimistischer nach vorne

(Ausführliche Fassung) - Der Maschinenbaukonzern Gea blickt nach einem Jahr im Zeichen der Milchkrise wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Die niedrigen Milchpreise und ihre Nachwirkungen hatten 2016 den Verkauf von Milchanlagen gelähmt. Schon im Oktober hatte der Konzern unter anderem deswegen seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2016 nach unten korrigiert. Für das laufende Jahr trauen sich die Düsseldorfer nun wieder mehr zu.
07.02.2017 14:06

Die vom Vorstand nach unten korrigierten Ziele für 2016 konnte Gea weitgehend erreichen. Nach vorläufigen Zahlen schrumpfte der Umsatz im zurückliegenden Jahr um mehr als 2 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives Ebitda) sackte um knapp 9 Prozent auf 566 Millionen Euro nach unten.

Hoffnung schöpft das Gea-Management aus dem Auftragseingang. Dieser blieb im vierten Quartal zwar hinter dem Vorjahr zurück. Dabei habe es sich aber auch um ein Rekordquartal gehandelt, sagte Finanzvorstand Helmut Schmale. Auf Jahressicht legten die Bestellungen um knapp zwei Prozent zu.

Auf dieser Basis soll der Umsatz im laufenden Jahr wieder moderat wachsen. Beim operativen Ergebnis peilt Gea 620 bis 670 Millionen Euro an. Damit läge das Ergebnis mindestens etwa auf dem Niveau des Jahres 2015. Man hoffe aber und werde alles dafür tun, nicht am unteren Ende der Spanne herauszukommen, sagte Konzernchef Jürg Oleas.

Der Ausblick sei wie erwartet vorsichtig, schrieb Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank. Positiv wertete er aber den am Montagabend angekündigten Aktienrückkauf des Konzerns. Der Anlagenbauer will eigene Papiere im Volumen von bis zu 450 Millionen Euro erwerben und anschliessend einziehen. Dadurch würde sich der auf jeden übrigbleibenden Anteilsschein entfallende Gewinnanteil erhöhen - und daran knüpft sich auch die Dividende. Die Dividende für 2016 dürfte laut Finanzvorstand Schmale bei 80 Cent bleiben.

Die Börse reagierte positiv auf das Zahlenwerk und den angekündigten Aktienrückkauf. Die Gea-Aktie legte bis zum Mittag um gut 5,5 Prozent auf 39,40 Euro zu. Vor der Gewinnwarnung im Oktober hatte das Papier noch mehr als 47 Euro gekostet./ees/stw/stb

(AWP)