Maschinenbauer Gea senkt Prognose nach schwachem Quartal - Aktie rutscht ab

(Meldung vom Vortag ausgebaut) - Der Maschinenbauer Gea hat nach einem weiteren schwachen Quartal seine Erwartungen an das Gesamtjahr gekappt. Weil vor allem das Projektgeschäft bei den Kunden im zweiten Quartal schlechter lief und weniger abwarf als im vergangenen Jahr, rechnen die Düsseldorfer laut einer Mitteilung vom Wochenende mit weniger operativem Gewinn 2017 als bisher. Zusätzlich zu den Problemen im Projektgeschäft schlug ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag für nicht mehr vermarktete Abfüllanlagen zu Buche. Die Aktie des im MDax notierten Unternehmen sackte vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um fast 7 Prozent ab.
17.07.2017 09:08

Das um Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde nun statt der bisher erwarteten 620 bis 670 Millionen Euro nur noch bei 600 bis 640 Millionen Euro liegen, hiess es vom Unternehmen. Darin seien Zusatzkosten für die nicht mehr angebotenen Abfüllanlagen nicht enthalten - diese sollten aber einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag nicht übersteigen. Auch bei der Entwicklung des freien Bargeldzuflusses rechnet Gea die Sonderkosten nun heraus.

UMSATZ SOLL WEITER MODERAT ZULEGEN

Vergangenes Jahr war der operative Gewinn des Maschinenbauers bereits um knapp 9 Prozent auf 566 Millionen Euro gefallen. Beim Umsatz rechnet Gea 2017 weiter mit einem moderaten Anstieg zu den 4,5 Milliarden Euro aus dem Vorjahr.

Das Management um Chef Jürg Oleas hatte bereits nach dem schwierigen ersten Quartal die bisherige Jahresprognose an den Verlauf des zweiten Vierteljahres geknüpft - und das verlief durchwachsen. Die Erlöse sanken von 1,16 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 1,14 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda fiel vor allem belastet durch die Sparte mit kundenintensivem Projektgeschäft von 145 auf 122 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 1,6 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro zu./he/men/nas/stb

(AWP)