Maschinenbauer Gea wird wieder etwas optimistischer

Der Maschinenbaukonzern Gea blickt nach einem durchwachsenen Jahr wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Während unter anderem Verzögerungen bei Projekten 2016 dafür sorgten, dass der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um gut 2 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro schrumpfte, sollen die Geschäfte im laufenden Jahr wieder moderat wachsen, wie der Düsseldorfer Konzern am Dienstagmorgen mitteilte. Ein Indiz ist der Auftragseingang, der im vergangenen Jahr um knapp 2 Prozent gestiegen war.
07.02.2017 08:30

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) inklusive Währungs- und Akquisitionseffekte soll im laufenden Jahr in einer Spanne zwischen 620 und 670 Millionen Euro landen. Damit traut sich Gea mindestens einen Gewinn auf Niveau des Jahres 2015 zu. Im zurückliegenden Geschäftsjahr schrumpfte der Wert um knapp 9 Prozent 566,3 Millionen Euro.

Im Oktober war der Aktienkurs des Unternehmens nach einer überraschenden Umsatz- und Gewinnwarnung um über 20 Prozent eingebrochen. Vorbörslich legen die Papiere nun um 2,64 Prozent zu. Am Montagabend erst hatte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 450 Millionen Euro angekündigt.

Das Unternehmen erzielt den Grossteil des Geschäfts mit Maschinen rund um die Lebensmittel-Produktion. Probleme bereitet Gea derzeit vor allem das Milchsegment. Die schwachen Agrarmärkte mit niedrigen Milchpreisen lähmen den Verkauf von Milchanlagen. Gleichzeitig haben sich dem Konzern zufolge grösstenteils kundenbedingt Projekte in der Milchverarbeitung verzögert./ees/he/stb

(AWP)