Mehr offene Stellen im dritten Quartal in der Schweiz

(Meldung mit weiteren Angaben ergänzt)
29.11.2016 11:25

Neuenburg (awp/sda) - In der Schweiz gibt es gemäss dem Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik (BFS) wieder mehr offene Stellen. Angeboten wurden diese freien Stellen insbesondere im Tessin und in der Genferseeregion.

Das BFS erfragt jeweils vierteljährlich bei den Unternehmen, wie viele Stellen am Ende des Berichtsquartals bei ihnen offen sind. Im ersten Quartal war diese Zahl im Vorjahresvergleich noch um 8,5% gesunken. Bereits im zweiten Quartal wurden in der gesamten Wirtschaft wieder 1,6% mehr offene Stellen als im Vorjahresquartal gezählt.

Im dritten Quartal konnte nun ein stärkerer Anstieg um 8,1% registriert werden und die Zahl der offenen Stellen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4000 an.

Besonders viele freie Stellen angeboten wurden dabei im Tessin (+125%) und in den Kantonen Genf, Wallis und Waadt (+25%). Rückläufig war das Angebot lediglich in der Ostschweiz (-9,8%). Unterdurchschnittlich war der Anstieg in der Grossregion Zürich (+3,8%) und im Espace Mittelland (+2,1%).

Mehr offene Stellen konnten sowohl in der Industrie (+6,1%) als auch im Dienstleistungssektor (+8,7%) festgestellt werden. Die Entwicklung divergiert allerdings beträchtlich je nach Branche.

Einem deutlichen Anstieg im Maschinenbau (fast 35%) und in der Metallindustrie (knapp 20%) steht beispielsweise ein Rückgang des Stellenangebots in der Uhrenindustrie und der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten (-4%) gegenüber.

Ebenso ausgeprägt sind die Unterschiede im Dienstleistungssektor. Während im Gastgewerbe und der Beherbergung sowie im Unterrichtswesen über 30% respektive über 20% mehr offene Stellen gemeldet wurden, reduzierte sich das Angebot im Finanz- und Versicherungssektor um über 12%.

ABGESCHWÄCHTES BESCHÄFTIGUNGSWACHSTUM

Im dritten Quartal hat sich insgesamt das Wachstum der Beschäftigung in der Schweiz abgeschwächt. Die Zahl der Stellen stieg im Vergleich zum Vorjahr noch um 0,3%, reduzierte sich allerdings im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 um 0,1%.

Im dritten Quartal zählte die Schweiz dabei insgesamt 4,918 Millionen Beschäftigte im sekundären und tertiären Sektor (+0,3% oder 15'000 Stellen mehr). In Vollzeitäquivalenten gerechnet belief sich das Beschäftigungsvolumen auf 3,856 Millionen Beschäftigte (+1000 gegenüber dem Vorjahresquartal).

Einen Rückgang der Beschäftigung gab es namentlich im verarbeitenden Gewerbe (-8000 Stellen oder -1,1%) und im Baugewerbe (-6000 Stellen oder -1,7%).

Im tertiären Sektor steigt die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialwesen weiterhin markant (+18'000 oder +2,6%). Einen Beschäftigungsrückgang meldeten umgekehrt etwa das Gastgewerbe (-4000 oder -1,5%) und das Kredit- und Versicherungsgewerbe (-3000 oder -1,0%).

(AWP)