Mehr Waffen verkauft - Rheinmetall steigert Gewinn und Dividende

(Ausführliche Fassung) - Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall schüttet dank guter Geschäfte mit Waffen und Munition überraschend viel Geld an seine Aktionäre aus. Für das abgelaufene Jahr sollen die Anteilseigner eine Dividende von 1,45 Euro je Aktie erhalten. Das sind 35 Cent mehr als im Vorjahr und mehr als von Analysten erwartet. Bei der Bilanzvorlage am Donnerstag sprach Vorstandschef Armin Papperger von einem "allgemeinen Trend zur verstärkten Sicherheitsvorsorge sowohl innerhalb der Nato wie auch in anderen Kundenländern". 2017 soll es weiter aufwärts gehen.
23.03.2017 12:56

Dem Kurs der Rheinmetall-Aktie half dies jedoch nicht. Bis zur Mittagszeit verlor das Papier 1,45 Prozent an Wert und war damit zweitschwächster Wert im MDax. Einem Aktienhändler zufolge verfehlten die Erwartungen des Vorstands zum laufenden Jahr teilweise die Erwartungen der Analysten.

So rechnet Rheinmetall-Chef Papperger für 2017 mit weiteren Steigerungen bei Umsatz und operativem Gewinn (Ebit). Beide sollen im Vergleich zu 2016 um vier bis fünf Prozent zulegen.

Im abgelaufenen Jahr verdiente Rheinmetall unter dem Strich mit 200 Millionen Euro fast ein Drittel mehr als im Vorjahr. Da hatte sich das Unternehmen mit einer Kapitalerhöhung frisches Geld besorgt. Wegen der Ausgabe der neuen Aktien stieg das Ergebnis je Anteilsschein jetzt nur um 21 Prozent und damit nicht so stark wie der gesamte Überschuss.

Wesentliche Eckdaten zu 2016 hatte Rheinmetall bereits Anfang März veröffentlicht. So wuchs der Umsatz um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Während die Erlöse der Rüstungssparte um mehr als zehn Prozent zulegten, betrug der Zuwachs in der Automobilsparte nur 2,5 Prozent./stw/stb

(AWP)