Meier-Tobler-Aktien fallen mit Ferguson-Abschreiber weiter zurück

Die Aktien des Gebäudetechnikers Meier Tobler verlieren am Dienstag weiter an Wert, nachdem die Titel bereits seit Juli nach der Ankündigung zum Dividendenverzicht stark nachgegeben haben. Der mit einem Anteil von knapp 40 Prozent grösste Aktionär der Gruppe, Ferguson, hat die Beteiligung jüngst unter Marktwert abgeschrieben. Gleichzeitig hat sich der Umsatzrückgang im dritten Quartal noch verstärkt.
02.10.2018 10:54

Bis um 10.45 Uhr büssen Meier Tobler an der Börse 3,6 Prozent auf 17,74 Franken ein, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,62 Prozent verliert. Damit hat sich der Kurs von Meier Tobler seit Mitte Juli beinahe halbiert.

Damals warnte das Unternehmen die Aktionäre vor sinkenden Umsätzen und kündigte an, dass sie während zwei Jahren auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten müssen. Im August reagierte die Gruppe mit der Lancierung eines Massnahmenpakets auf die sinkende Nachfrage und den Preisdruck am Markt.

Der Abschreiber von Ferguson sei umstritten, der Verwaltungsrat distanziere sich davon, schreibt Alexander Koller von der ZKB. Die einschneidende Wertberichtung sei wohl aufgrund interner Überlegungen vollzogen worden, glaubt er.

In der Jahresrechnung 2017/18 (per Ende Juli) wird die Beteiligung in den Büchern der Briten noch mit umgerechnet 176 Millionen Franken aufgeführt, dies gegenüber einem Marktwert am gestrigen Montag von 220 Millionen, rechnete der Analyst vor.

Allerdings bleibe das Geschäftsumfeld für Meier Tobler schwierig, was sich anhand der Wachstumsabschwächung im dritten Quartal zeige, so der Kommentar weiter. Die Gruppe befinde sich in einer heiklen Lage. Während die neu zusammengeschlossene Grosshändlerin intern mit den Tücken der Integration zu kämpfen habe, biete das garstige Marktumfeld kaum Unterstützung.

mk/hr

(AWP)