Merck & Co gegen Bristol-Myers Squibb: Erst Zulassungsglück, dann Patentpech

Wechselbad der Gefühle bei den US-Pharmakonzernen Merck & Co und Bristol-Myers Squibb: Erst profitierte Merck von einem Rückzieher des Konkurrenten bei einer Medikamentenzulassung, dann verpflichtete sich der Konzern zu einer Zahlung von mehr als einer halben Milliarde Dollar in einem Patentrechtsstreit - das meiste davon geht an den Branchenkollegen.
21.01.2017 10:01

Zunächst hatte Bristol mitgeteilt, die Hoffnung auf eine beschleunigte Zulassung für eine kombinierte Krebsbehandlung mit dem Mittel Opdivo aufgegeben zu haben. Davon zeigten sich die Anleger schwer erschüttert, der Aktienkurs von Bristol brach zum Handelsschluss an der New Yorker Börse um mehr als 11 Prozent ein. Merck hingegen legten um 3,65 Prozent zu.

Ein leicht umgekehrtes Bild ergab sich nach der Einigung in dem Patentrechtsstreit, die nach Ertönen der Schlussglocke an der Wall Street verkündet wurde. Während Bristol etwas zulegten, rutschten Merck geringfügig ab. Bei der Auseinandersetzung geht es um das Krebsmedikament Keytruda. Merck wird einmalig 625 Millionen US-Dollar an Bristol und Ono Pharmaceuticals zahlen. Zudem werden bis 2026 weitere umsatzabhängige Beträge fällig./he

(AWP)