Merck KGaA erhält weitere Zulassung für Hoffnungsträger Avelumab in den USA

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA hat in den USA eine weitere Zulassung für seinen Hoffnungsträger Avelumab erhalten. Die US-Medikamentenaufsicht FDA gab am Dienstag grünes Licht für den Einsatz des Krebsmittels bei Patienten mit Urothelkarzinom, einem Tumor im Harntrakt. Die Behörde hatte im Februar dem Mittel den Status der Prioritätsprüfung gewährt. Diesen bekommen nur Arzneimittel, die grosse Behandlungsvorteile bieten, oder die als Behandlung für Erkrankungen ohne geeignete Therapieoptionen dienen.
09.05.2017 18:27

Die Zulassung ist die zweite für das Mittel, mit dem Merck künftig sein Pharmageschäft beleben will. Ende März hatten die Darmstädter bereits grünes Licht für Avelumab bei einer seltenen und sehr aggressiven Hautkrebsart erhalten, dem Merkelzellkarzinom.

Der Erfolg in den USA gilt als grosser Durchbruch für Merck: Das Dax-Unternehmen hatte zuvor eine mehrjährige Flaute hinter sich, in der es keine eigenen neuen Medikamente auf den Markt brachte. Zudem lief es bei den beiden lukrativsten Arzneien, dem Multiple-Sklerose-Medikament Rebif und dem Krebsmittel Erbitux, im vergangenen Jahr nicht mehr ganz so rund.

Avelumab, das in den USA als Bavencio vermarktet wird, ist ein Mittel aus der Krebs-Immuntherapie - in der Pharmabranche derzeit einer der vielversprechendsten Bereiche. Hierbei wird das körpereigene Immunsystem zur Abwehr der Krebszellen angeregt./tav/he

(AWP)